Weihnachten ist Geschichtenzeit – Direct Line verlost iPads für Ihre beste Geschichte

Geschrieben am 13.12.2010 - 18:20 Uhr von Nick Sommerfeld

Update: Das Gewinnspiel ist leider beendet. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt und in Kürze hier im Blog veröffentlicht.

Was haben ein Auto, ein Weihnachtsbaum, eine Taucherbrille und einer Ihrer Freunde gemeinsam? Weihnachtszeit ist Geschichtenzeit – und wir möchten Ihre schönste, lustigste und kreativste Weihnachtsgeschichte dazu hier in unserem Blog lesen!

Direct Line verlost zweimal ein Apple iPad 16GB Wi-Fi unter den Teilnehmern. Bis zum 22. Dezember können Sie mitmachen.

Und so geht’s:

1. Schreiben Sie Ihre Geschichte als Kommentar unter diesen Blog-Beitrag mit mindestens 300 Zeichen.

2. In der Geschichte müssen die Begriffe Auto, Weihnachtsbaum, Taucherbrille und der Vorname eines Freundes vorkommen.

Direct Line wählt dann am 23. Dezember die besten Ideen unter allen Teilnehmern aus und kürt die glücklichen Gewinner. Die Namen werden hier im Blog veröffentlicht.

Zu den Teilnahmebedingungen geht es hier.

Wir wünschen Ihnen viel Glück und freuen uns auf Ihre Geschichten!

Nick Sommerfeld

34 Kommentare zum Beitrag Weihnachten ist Geschichtenzeit – Direct Line verlost iPads für Ihre beste Geschichte

  1. Michaela La

    Wie bekommen wir einen Weihnachtsbaum am 24. Dezember abends ?
    Ja das war die alles entscheidende Frage des Tages… leider waren alle Geschäfte zu …unser Auto kapputt da wir einen Unfall hatten und weit und breit keine Lösung in Sicht…bis uns einfiel das uns unser guter Freund Abdel sicher aus der Patsche helfen kann. Gesagt getan wir riefen an holten ihn mit unserem Klingeln aus der Dusche hervor…sodass er tropfnass mit uns telefonierte. Glücklicherweise sagte er zu uns zu helfen, wir haben auch noch einen tollen Menschen gefunden der es uns erlaubte einen Baum bei Ihm im Wald zu schlagen. Unser Freund Abdel fuhr mit seinem Auto vor und lud uns ein für unsere Weihnachtsbaum-Mission, Werkzeug alles mit dabei…. Im Wald angekommen suchten wir uns ein besonders schönes Exemplar heraus, aber wie das so ist bei solchen Sachen hat jeder so seine eigene Meinung was schön ist…aber letztendlich konnten wir uns entscheiden. Also Baum abgesägt und jetzt das nächste Problem an das keiner gedacht hatte…wie transportieren ? Aber bekanntlich macht Not erfinderisch und wir banden ihn fest mit dem Abschleppseil. So jetzt hieß es endlich nach Hause ins Warme…aber wie das so ist einmal Probleme immer Probleme… bei unserer Rückfahrt… kam das Auto ins Rutschen bei der Abfahrt von einem Berg, dabei löste sich das Abschleppseil und der Baum sauste mit vollem Schwung über die Motorhaube in den Teich am Fuße des Berges… Leider half uns da keine Taucherbrille um den wieder rauszubekommen…brr bei der Kälte. Also mussten wir wieder umdrehen uns einen neuen Baum holen. Das klappte dann auch sehr gut und wir kamen diesmal komplett zu Hause an. Wir mussten dann aber beim abladen bei Licht feststellen das das Auto Schaden genommen hatte, aber unser Freund hat Mitleid mit uns und meinte nur er regele das alleine, wir bräuchten uns keinen Gedanken machen .Eins kann ich sagen nach der Aktion nie wieder so lange warten sondern eher den Baum holen. Auf Biegen und Brechen schafft man sich meist mehr Probleme als man vorher hatte .

  2. Kristina

    Eigentlich wollte er sich dieses Jahr gänzlich raushalten. „Nie wieder Weihnachten“, hatte er sich doch kürzlich noch geschworen. Im Supermarkt um die Ecke machte er bereits seit Wochen einen großen Bogen um Zimt, Glühwein und Lebkuchengewürze.
    Und doch befand er sich nun hier. Genervt blickte er um sich, um zu erkennen dass er mit seiner verbitterten Einstellung höchstwahrscheinlich der Einzige im Raum war.
    Lachende und freudig glänzende Kinderaugen blickten hoch zu ihm und kleine Ärmchen streckten sich nach seinem glänzendem roten Kostüm. Verfluchen können hätte er seinen besten Freund Gregor der ihn heute Morgen unsanft aus dem Bett geklingelt hatte. Um einen kleinen Gefallen hatte er gebeten, nur einen winzig kleinen. Nachdem Gregor ihm in diesem Jahr mehr als nur ein Mal helfend zur Seite gestanden hatte machte er sich also auf den Weg.
    Draußen war es bitterkalt und sein Auto gab schon die ganze Woche in ziemlich unregelmäßigen Abständen den Geist auf. Wenn er rechtzeitig im Kinderheim sein wollte müsste er sich beeilen. Warum hatte Gregor gerade heute beschlossen sich einen Virus einzufangen und warum, und das war viel schlimmer, musste er ihn als Weihnachtsmann beim Weihnachtsvorlesen im Elisabeth Stift vertreten? Als er sich hinsetzte knackte es unter ihm und mit entsetzten sprang er wieder auf. Er hatte sich mit vollem Schwung auf seine Brille gesetzt die nun in kleinen Scherben auf dem Fahrersitz verteilt lag. Und nun? Gregor anrufen und absagen? Kinder weinend auf den Weihnachtsmann warten lassen und sie enttäuscht feststellen lassen was er in so tragischer Weise selbst vor langer Zeit feststellen musste? Weihnachtswunder gibt es nicht erinnerte er sich erneut. Ihm blieb nichts anderes übrig als in seine Sporttasche zu greifen und seine Taucherbrille hinauszuholen. Wie er sich gefreut hatte, dass es heutzutage die Möglichkeit gibt auch als fast blinder Mensch ohne die ihn reizenden Kontaktlinsen zu tauchen.
    Ein griesgrämiger Weihnachtsmann mit Taucherbrille auf den Augen machte sich also auf den Weg um am 4. Advent in besinnlichem Kreise ganz in das Abenteuer Weihnachten hineinzutauchen.
    Und hier saß er nun blickte weiter um sich. Wie er von allen angeschaut wurde…Gut er musste selber zugeben das es schon merkwürdig für die Nonnen im evangelischem Kinderheim gewesen sein musste als er durch die Tür hineinkam. „Weihnachtsmann!! Was hast du den komisches auf der Nase?“ hatten die Kinder fast im Chor gerufen.„Meine richtige Brille ist in meinem Schlitten zerbrochen“, maulte er. Dann setzte er sich auf seinen Stuhl und begann die Weihnachtsgeschichte vorzutragen. Gespannt schauten ihn die kleinen Äuglein im Schneidersitz vor ihm an. Es duftete nach frisch gebackenen Keksen und Punsch. Erst wenn er eine kleine Pause beim Vorlesen machte merkte er wie ruhig es war. Voller Erfurcht sogen die Kinder jedes seiner Wörter auf. Nun bekam ein schlechtes Gewissen. Die Kinder konnten nichts dafür das für ihn das Weihnachtsfest mit Trauer verbunden war. Sie wussten nicht das auch an Tagen wie Heiligabend Unfälle passierten und das man auf manche Weihnachtsmänner wohl ewig warten würde. Für sie war die Welt im Dezember noch unschuldig und bunt, voller Wunder und Überraschungen. Er muss wohl traurig ausgesehen haben denn ein kleines blondes Mädchen zog an seinem Rockzipfel:„Du musst nicht traurig sein lieber Weihnachtsmann. Die Elfen haben bestimmt mitbekommen, dass deine Brille kaputt ist und werden einen Elfen losschicken um dir eine Neue zu besorgen!“ , flüsterte sie ihm zu.
    Nachdem er zwei Stunden und etwa ein Hundert Fragen später wieder aus dem Kinderheim trat staunte er nicht schlecht. Da lag ein Weihnachtsbaum mit Seilen befestigt auf seinem Auto.
    Vorsichtig schlich er um den Wagen herum. Als sein Blick auf das Armaturenbrett fiel klappte ihm glatt die Kinnlade herunter. Da lag sie, repariert und ohne einen Kratzer, mit kleinen goldenen Glöckchen an einer roten Schleife umwickelt – seine Brille.
    Und zum ersten Mal an diesem 4. Advent lächelte er.

  3. MsBee

    Erwartungsfroh setzten wir uns in das Auto. Die Reise sollte in Richtung Janine gehen. Ich hatte meine Schwester schon eine sehr lange Zeit nicht mehr gesehen und freute mich sehr über ihre Einladung mit ihr und ihrem Mann Weihnachten zu feiern.
    Weihnachten war nie ein besonderes Fest oder Spektakel für mich gewesen. Ich mochte das alljährliche Zusammenkommen der ganzen Verwandtschaft und die ewige Heuchelei nicht. Geschenkt wurde meist nur Müll, von dem jeder wusste, dass man sich weder darüber freuen würde noch ihn gebrauchen könnte. Im Keller lagerten bereits drei Kisten mit ungeliebten Weihnachtsgeschenken. Und nicht nur, dass man diese Familienzusammenführung einmal ertragen musste – nein. Es gab den ganzen Zauber gleich zweimal zu jedem Weihnachtsfest. Schließlich hatten ja beide Elternteile auch Familie. Und die Kinder mussten darunter leiden. Aber dafür schaffen Eltern sich ja Kinder an: Geteiltes Leid ist halbes Leid.

    Meine Schwester und ich standen uns nie wirklich nahe. Nur die Weihnachtstage schweißten uns jedes Jahr wieder zusammen, da sie ihr genauso sehr missfielen wie mir.

    Doch dieses Jahr sollte es ein schönes Weihnachtsfest werden. Mein Freund war etwas verunsichert, da er meine Schwester noch nicht kennen gelernt hatte. Doch ich war zuversichtlich, denn immerhin konnte ich mich schon mit den kuriosesten Freunden meiner Schwester abfinden und Ugene war einer der liebsten Menschen auf der Welt.

    Wir fuhren sehr lang denn meine Schwester und ich wohnten inzwischen viele Kilometer voneinander entfernt. Doch auch wenn es Zeit kostete befanden wir das Auto fahren für sinnvoller, da wir ja auch noch Hund und Katze mitnehmen mussten.

    So fuhren wir also mit unserem halben Zoo vor und meine Schwester kam uns schon winkend aus ihrem Vorgarten entgegen.
    Sie begrüßte uns und drückte mich ganz fest.
    “Wie schön, dass ihr da seid!” Sie lächelte. Es versetzte mich jedes Mal wieder in Erstaunen, wenn ich sie so erwachsen sah. Für mich blieb sie immer meine kleine Schwester und es wirkte surreal nicht mehr die kleine hellblonde, brillentragende Rotznase vor mir zu sehen.
    “Kommt rein und wärmt euch auf!” Sie nahm zwei unserer Gepäckstücke und ging voran ins Haus. Ugene und ich packten je eine Tasche plus eines der Tiere und folgten ihr dann.

    Im Haus war es schön warm und roch erstaunlicher Weise nach etwas Essbarem. Meine Schwester war eine miserable Köchin also musste wohl ihr Mann Hand angelegt haben.
    Nick kam die Treppe herunter und begrüßte uns ebenfalls. Meine Schwester hatte sich goldrichtig entschieden, denn er war nicht nur der erste ihrer Männer der sie auch gut behandelte sondern erfolgreicher Architekt und Wohltäter.

    Wenige Tage später war es soweit: Der Weihnachtsabend stand bevor und die Männer zogen los um einen Baum zu besorgen. Katze und Hund hatten sich inzwischen recht gut eingewöhnt und mochten meine Schwester und meinen Schwager. Ugene hatte sich eher aus allem raus gehalten und nur das Nötigste gesprochen. Aber so war er eben. Zumindest im Bezug auf meinen Schwager würde sich das mit ihrem Ausflug legen.

    Meine Schwester hatte mich inzwischen davon überzeugt, dass sie das Kochen inzwischen doch gelernt und anscheinend sogar Spaß daran entwickelt hatte.
    Und so bat sie mich ihr bei den Vorbereitungen für das Essen zu helfen.
    Das war jedes Jahr das einzig Gute in unserer Familie gewesen: Die leckere Gans mit Grünkohl und Klößen. Und nun stand ich mit Janine in der Küche und versuchte genau dieses Essen wenigstens ähnlich gut hinzubekommen wie es Großmutter und Mutter viele Jahre hintereinander getan hatten.

    Während der Vorbereitungen kramten wir die alten Weihnachtsgeschichten wieder aus.
    “Weißt du noch, die furchtbaren Werbegeschenke die Opa Otto uns immer zu Weihnachten geschenkt hat?” Ich lachte und nickte. “Er hat uns in einem Jahr jedem eine Taucherbrille geschenkt, obwohl er genau wusste, dass wir nicht tauchen können.” Jetzt musste ich richtig laut lachen. “Ja und weißt du noch wofür wir sie letzten Endes benutzt haben?” Meine Schwester grinste. “Ja, ich habe eine Nest für Vögel gebastelt – welches natürlich niemals von diesen genutzt wurde. Und du hast sie als Schleuder missbraucht.” Wir lachten beide. “Wenn man es recht bedenkt, dann war das all die Jahre das Einzige Geschenk das man überhaupt gebrauchen konnte.”

    Am Abend saßen wir alle am Esstisch und verspeisten den durchaus gelungenen Gänsebraten. Ugene und Nick hatten – erstaunlicher Weise – einen wunderschönen Baum mit nach Hause gebracht, welchen Janine und ich schmückten.

    Da stand er also, sah bezaubernd aus und bescherte uns nach all den Jahren endlich ein Happy End am Weihnachtsabend.

  4. Clarissa

    Toll, dass hier immer soviel Zeit vor dem Computer verbracht wird.

  5. Patricio

    Mitten im Winter im heißen Advent schon das ein oder andere Lichtlein brennt und dunkel war’s, auch der Mond schien helle als mein Freund, der Max, in seinem Auto blitzeschnelle langsam um die Kurve fuhr. Mit Taucherbrille auf der Nase sinnierte er als ein todgeschoßner Hase, auf der Straße kam daher. Er fuhr so schnell er konnte, und sah, wie ein blondgelockter Knabe, mit kohlrabenschwarzem Haar auf die grüne Bank sich setzte, die gelb angestrichen war. ‚Oh‘ dachte Max ‚wie schön ist die Weihnachtszeit wenn es auf die vielen Christbäume schneit‘.

  6. Tam

    Gestern war noch Sonnenschein, für die Jahreszeit eigentlich untypisch. Aber über Nacht hatte sich dies geändert. Es hatte schon abends leicht angefangen zu grießeln und es wurde immer mehr und mehr – bis in den nächsten Morgen hatte es kräftig geschneit. Als Biggi aus dem Bett aufstand und aus dem Fenster guckte, glaubte sie noch zu träumen …draußen war alles, aber auch wirklich alles schneeweiß. Biggi schossen tausend Gedanken durch den Kopf, dass Wetter durchkreuzte all ihre Pläne für den heutigen Tag.
    Biggi ging aber erst einmal ins Bad und hörte nebenbei Radio. Die Wetteraussichten sahen nicht sehr vielversprechend für die nächste Zeit aus – Schnee, Schnee und noch mehr Schnee wurde prognostiziert. Als Biggi beim Frühstück saß, sie teilte sich ihre 2 Zimmer Wohnung übrigens nur mit ihrer Mietzekatze Luna und mit ihren beiden Meerschweinchen Lilly und Lotti, schellte es an ihrer Wohnungstür sturm. Biggi begab sich in Richtung Tür und öffnete diese, davor stand Alex, Biggi’s guter Freund mit dem sie eigentlich schon vor einer Stunde am Rathausplatz verabredet war… Als Biggi ihn mit seinen roten Wangen und ihn Händereibend, vor Kälte, vor sich stehen sah, fiel es ihr wieder ein. Durch den ganzen Schneewirrwarr hatte sie ihre Verabredung total vergessen, sie bat ihn sofort herein und machte ihm eine heiße Schokolade zum Aufwärmen. Alex war Biggi nicht böse, er kannte sie ja, immer etwas schusselig, aber liebenswert und immer für ihn da…
    Die heiße Schokolade und die warme Umgebung taten ihm richtig gut, so dass die Stunde frieren bald vergessen war.
    Es war später Vormittag und die beiden beschlossen ihr geplantes Vorhaben für heute, einen Weihnachtsbaum für Biggi’s Wohnung zu schlagen, doch noch in Angriff zu nehmen.
    Gesagt, getan. Beide zogen sich warm an und verließen Biggi’s Wohnung. Biggi hatte nur eine alte Citroen Ente, ihr Augapfel, wie sie sie immer nannte, nicht groß, aber zum Baumholen allemal groß genug, schließlich wollte Biggi kein 2 Meter 50 Baum haben, eher etwas Kleines und Kompaktes, aber frisch – sie liebte den Tannenduft…
    Die beiden fuhren stadtauswärts – Alex als Beifahrer hatte die Landkarte und gab Anweisungen. Biggi konnte bei den Schneemassen nicht allzu schnell fahren, glücklicherweise hatte sie Ganzjahresreifen, das änderte aber nichts daran, dass die Autoheizung ewig brauchte um warm zu werden.
    Es kam selten mal ein Auto den beiden entgegen, naja, bei dem Wetter, fuhr halt nur, wer unbedingt musste oder eben wollte. Mittlerweile war es im Fahrzeuginnenraum mollig warm und im Radio liefen Weihnachtslieder rauf und runter. Doch von nun auf gleich begann der Motor seltsame Geräusche zu machen und leichter, weißer Rauch entwich der Motorhaube. Schließlich blieben sie stehen. Biggi konnte es nicht verstehen, ein Blick von Alex auf den Tacho, und die Sache war klar – kein Benzin mehr. Biggi hatte vergessen zu tanken und auch ein Reservekanister war Fehlanzeige. Weit und breit keine Menschenseele und erst recht keine Tankstelle. Alex wollte seinen guten Kumpel Sven anrufen, um ihn zu bitten, sie abzuholen, nur leider waren sie gerade, wie es der Zufall so wollte, in einem Funkloch.
    Nach längerem hin und her, stiegen beide aus, um ein Stückchen zu gehen, in der Hoffnung, dass sie dem Funkloch entfliehen konnten.
    Nach etwa 1000 Metern hatte Alex tatsächlich Empfang und auch sein Freund Sven war erreichbar, er versprach, beide schnellstmöglich dort abzuholen, wo Alex ihm ihren Standort beschrieben hatte. Nach dem Telefonat gingen beide wieder in Richtung Auto, denn es wurde Biggi langsam kalt und ihre Stiefel waren auch schon leicht nass. Der Rückweg kam beiden wie eine Ewigkeit vor, zudem zog Schneeluft auf und der Himmel war grau in grau. Nach den besagten 1000 Metern konnten beide Biggi’s Auto nicht sehen, beide wunderten sich, und schauten sich ringsherum um, und entdeckten Biggi’s Ente auf dem nahegelegenen See; Biggi hatte vergessen die Handbremse richtig anzuziehen und das Auto war bei dem Straßengefälle ins Rollen gekommen, selbst der Schnee konnte es nicht bremsen. So stand die Ente jetzt auf dem zugefrorenen See, und die beiden standen ganz schön betröppelt am Ufer. Rauf auf’s Eis konnten sie nicht gehen, wer weiß, ob es sie schon trug; so blieb ihnen nichts weiter übrig, als auf Sven zu warten.
    Sie gingen zurück zur Straße und machten sich in die Richtung, aus der Sven kommen würde, zu Fuß auf, allemal besser als da stehen zu bleiben und zu frieren. Unterwegs überlegten beide, was sie nun mit der Ente machen sollten, Polizei, Feuerwehr, Abschleppdienst, schließlich war ihnen so etwas auch noch nie passiert. Sie entschieden, sobald sie zu Hause wären, sich mit dem Abschleppdienst in Verbindung zu setzen, das Wetter würde sich ja in den nächsten Tagen nicht schlagartig ändern, so dass die Ente da erst einmal „gut“ stand. Die beiden froren, es waren nun schon über 20 Minuten, seit Alex mit Sven gesprochen hatte, vergangen, und weit und breit kein Auto….
    Etwa 800 Meter weiter stießen sie auf eine Bushaltestelle mit Überdachung. Beide beschlossen erst einmal da Unterschlupf zu suchen, denn so langsam fing es auch wieder zu schneien an. Der nächste Bus fuhr erst in zwei Stunden…
    Aber es dauerte nicht mehr lange, und Sven kam, um die beiden durchgefrorenen Gestalten abzuholen; er hatte zwischenzeitlich kurz durchgerufen, um den genauen Standort der beiden zu erfahren.
    Als Alex und Biggi so zusammen mit Sven im wohltemperierten Auto saßen, machten sich beide so ihre Gedanken. Biggi hatte zwar keinen Baum, dafür war sie wieder um einige Erfahrungen reicher, gerade was ihre Schusseligkeit anbelangte und Alex, ja er, war nun heute schon das zweite Mal durchgefroren, aber er verbrachte gern Zeit mit Biggi, denn zusammen mit ihr, wurde es nie langweilig….
    Sven setzte beide zu Hause ab und machte sich wieder auf, denn er hatte heute eigentlich andere Pläne gehabt, als Biggi und Alex zu „retten“.
    Beide machten sich einen gemütlichen und vor allem warmen Abend vor der Heizung.
    Biggi kümmerte sich in den nächsten Tagen, um die „Bergung“ ihres Augapfels und kaufte sich einen Tannenbaum, beim Händler um die Ecke.
    Einige Tage später hatten sich Alex und Biggi in einem Café verabredet, dieses Mal war Biggi sogar überpünktlich und musste auf Alex warten, was ihr aber nichts ausmachte, denn schließlich war es sonst immer umgekehrt. Alex kam und hatte sogar etwas Eingepacktes mitgebracht. Mit den Worten: „Für Dich“ übergab er ihr es. „Ist nichts Besonderes, aber als ich es sah, musste ich so an Dich denken“. Biggi machte es auf und zum Vorschein kam eine Taucherbrille. Biggi sah Alex fragend an. Er meinte: Naja, hätte das Eis nicht gehalten, könntest Du deine Ente nächsten Sommer im Tauchgang besuchen. Beide lachten lauthals los, ohne auf die anderen Cafébesucher zu achten….

  7. Daniel D

    Es war wohl schon vor langer Zeit,
    dass ich mich fühlte schon bereit,
    fürs Feiern unterm Weihnachtsbaum,
    mit der Familie auf engstem Raum.

    Wie immer, so auch dieses Jahr,
    droht mir nun wieder die Gefahr,
    für jemand kein Geschenk zu finden.
    Die Zeit die rast, die Tage schwinden.

    Mit Auto durch die ganze Stadt -
    Mann, wie habe ich das satt:
    Gedränge wo ich fahr und laufe,
    wenn ich nur wüsste, was ich kaufe!

    Was schenk ich nur Jan und Sibylle?
    Schwimmflossen und ’ne Taucherbrille?
    Für Jochen wie im letzten Jahr,
    die Seife für Gesicht und Haar!

    Mit Mama ist das nicht so leicht:
    „Ich brauch nix, was ich hab das reicht!“
    Ja, Vasen hat sie schon genug.
    Vielleicht wird’s dieses Jahr ein Krug.

    “Was wünschst Du Dir?” – das ist ’ne Frage
    die ich stell sehr oft die Tage.
    Doch selten gibt’s die Antwort drauf
    im Laden oder Online-Kauf.

    Jedes Jahr zu dieser Zeit heißt’s:
    Wir schenken nur ’ne Kleinigkeit!
    Es folgt der große Geschenke-Rausch,
    und darauf dann der Großumtausch.

    Was ich selbst mir wünsch am meisten,
    kann sich leider keiner leisten.
    So bleibt es sicher nur ein Traum:
    Ein iPad unterm Weihnachtsbaum.

  8. froschi28

    „Oh Du fröhliche…“ oder besser: „Oh Du gnadenlose Weihnachtszeit…“

    Der Weihnachtsmann hatte die Faxen endgültig dicke und pfefferte eine Hand voll Pfeffernüsse gegen die Himmelspforte.
    Wer hatte nur diesen „kinderleichten“ Bausatz für das Lebkuchenhaus entwickelt???
    „Kleben Sie nun die Seitenwände mit dem angerührten Zuckerguss rechtwinklig aneinander.“ hieß es simpel in der Bauanleitung. Überall klebte bereits der süße, Guss, im Rauschebart, auf der roten Samtrobe, ja sogar in den Ohren des Weihnachtsmannes, nur an den Lebkuchenwänden wollte das weiße Zeug nicht halten. Nein, Zuckerguss war nun wirklich nicht sein Werkstoff.
    Warum musste denn jetzt auch noch an den Wichteln gespart werden?! Reichte es denn nicht, wenn er sich mit seinen 200 Kilo und dem schweren Bescherungs-Sack durch sämtliche, verrußten, engen Schornsteine quälte um all die verwöhnten, übersättigten kleinen Monster auf Erden zu beglücken??? Musste er jetzt auch noch diese filigrane, nervenaufreibende Arbeit verrichten, die eine kleine, junge Wichtelhand viel schneller erledigen könnte?! Hätte er doch nur etwas anständiges gelernt und auf seine Mutter, die Frau Holle, gehört. Dann säße er jetzt auf einer Wolke und würde den lieben langen Tag die Schneeflocken tanzen lassen. Aber nein, er wollte ja in den Kurierdienst – etwas von der Welt sehen (Das er nur in der Nacht ausliefern würde, hatte ihm vorher keiner gesagt; da sehen alle Städte nämlich gleich aus.) Na ja, zurück zu seiner Mutter wollte er jetzt auch nicht. Wenigstens hatte er darauf bestanden, mit einem schnittigen Auto, einem sportlichen Cabrio, statt mit einem Schlitten ausliefern zu dürfen.
    Der Schweiß rann dem Weihnachtsmann bereits durch alle Poren. Endlich standen die Wände, der Schwerkraft trotzend, in die Höhe.
    “Schnell noch das Dach fixiert und man kann mit dem Verzieren des Lebkuchenhauses beginnen.” motivierte die Bauanleitung mit einem knappen Satz und einer undurchschaubaren Zeichnung. Wie zwei gegeneinandergestellte Spielkarten im Wind fielen die Dachelemente immer wieder in sich zusammen. Der Weihnachtsmann entschied sich für ein Flachdach und sparte sich auch den Schornstein. So, das Dach ist drauf, – RICHTFEST!!!
    Zügig stürzte der Weihnachtsmann einen eiskalten Weihnachtslikör herunter, den er sich von einem Kellnerwichtel aus der Wolkenbar “Zur schönen Aussicht” hatte bringen lassen. Fast hätte sich der Weihnachtsmann an dem Getränk verschluckt, – prangte da nicht ein buntes Tattoo auf dem Arm des Kellnerwichtels?! “Nur das Christkind ist der wahre Weihnachtsmann!” stand da in großen Lettern auf dem Unterarm des Kellnerwichtels. Empört rückte der Weihnachtsmann seine Brille zurecht und wollte gerade dem Kellnerwichtel seine Verärgerung spüren lassen, als selbiger das leere Glas einsammelte und mit einem Schulterzucken und Blick auf das Lebkuchenhaus nuschelte: “Mensch Opi, dafür gibt es doch eine Heißklebepistole, dann klappt das auch!” Noch ehe der Weihnachtsmann etwas entgegnen konnte, war der Rüpel auf seinem Rentier auf und davon. “Diese Jugend von heute!”
    Der Weihnachtsmann versuchte seinen Puls mit einer Methode aus dem letzten, himmlischen „Anti-Stress-Seminar“ herunterzubringen.
    Ärgerlich klatschte er den restlichen Zuckerguss an das Lebkuchenhaus. Nun drückte er Schokolinsen, Pralinen und andere Süßwaren in selbigen Guss. Trotz seines grauen Starrs sah der Weihnachtsmann aus den Augenwinkeln, wie die süße Pracht nicht an den Wänden halten wollte und immer wieder die Wände herunterrutschte. „Dann eben nicht!“ sagte sich der Weihnachtsmann und warf eine Hand voll Liebesperlen auf den Guss. Die Liebesperlen kamen mit gleicher Wucht zurück, tanzten lustig auf dem Holzboden umher und lauern wahrscheinlich bis Ostern in irgendwelchen Ritzen.
    „So, jetzt reicht es!“ rief der Weihnachtsmann, klemmte sich das klebrige Lebkuchenhäuschen unter den Arm und verließ seine Werkbank. Wutentbrannt und knallte die Himmelspforte hinter sich ins güldene Schloss.
    Mit einem riesigen Seufzer ließ er sich in sein rotes, von kleiner Wichtelhand poliertes Auto plumsen, platzierte das klebrige Lebkuchenhäuschen auf dem Beifahrersitz und griff ins Handschuhfach. Er zog eine ausrangierte Taucherbrille aus dem Handschuhfach und setzte sie auf. Sie schützte ihn und seine alternden Augen vor dem kalten Fahrtwind. Er startete mit einem zufriedenen Lächeln den 300PS starken Motor seines Autos. Los ging es.
    Auf der Rückbank hatten die Weihnachtselfen eine üppig geschmückte Tanne platziert. Eine schrill blinkende Lichterkette an selbigem Weihnachtsbaum dudelte unentwegt „Stille Nacht heilige Nacht…“. Der Weihnachtsmann summte gelassen mit. Die Wege waren tief verschneit und glatt. An der 7. Kreuzung hinter dem Polarkreis nahm dem Weihnachtsmann eine wildgewordene Horde Rentiere die Vorfahrt. Der Weihnachtsmann bremst, sein schickes Auto schlingerte und knallte mit voller Wucht in einen dicken Schneehaufen. Der Weihnachtsbaum und das Lebkuchenhäuschen flogen durch die Luft. Der Baum blieb im Schneehaufen stecken und dudelte weiter. Das Lebkuchenhäuschen platzierte sich dekorativ daneben.
    Der Weihnachtsmann kam erst langsam wieder zur Besinnung. Die Horde Rentiere war längst über alle Schneeberge verschwunden. Der Weihnachtsmann nahm sein Handy und rief seinen Freund Kurt von „Direct Line“ an. Zum Glück hatte er einen „Nix passiert-Tarif“ bei Direct Line, wobei man einen Unfall im Jahr frei hat.
    Alles war schnell geklärt, der Abschleppwagen war bestellt, das Christkind übernahm seine Tour und der Weihnachtsmann konnte endlich entspannen. Er setzte sich unter den Weihnachtsbaum, aß vom Lebkuchenhaus und wartete beglückt auf den Abschleppwagen. Weihnachten ist doch herrlich, jedes Jahr!!!

  9. Sophie

    Jedes Weihnachtent ist etwas besonderes. Somit behält auch jedes Weihnachtsfest eine Erinnerung. Da es nun wieder einmal so weit ist, komm mir wieder eine Erinnerung an ein vergangenes Weihnachtsfest : Es war ein Weihnachtsfest vor zwei Jahren. In zwei Tagen war der 24. Dezembertag und die ganze Familie war aufgeregt und mit den Vorbereitungen beschäftigt. Es fehte nur noch eines: Der Weihnachtsbaum. Da wir über den zweiten und dritten Advent im Urlaub waren, sind wir noch nicht dazu gekommen einen Baum zu kaufen. Und es fehlte noch ein Geschenk für die jüngste in der Familie. Wir fuhren also los, um das Fehlende zu kaufen. Als erstes wollten wir den Weihnachtsbaum besorgen. Nicht weit entfernt von uns war zu der Weihnachtszeit immer ein Markt, der wunderschöne Weihnachstbäume anbot. Da fuhren wir hin. Zu unserem Glück waren noch drei Bäume übrig. So kauften wir eine wunderschöne Nordmanntanne. Jetzt
    brauchten wir nur noch ein Weihnachtsgeschenk für unsere Jüngste. Wir gingen also glücklich zurück zu unserem Auto und fuhren weiter. So wäre es normalerweise gelaufen, aber da wir dieses Weihnachtsfest einfach kein Glück hatten, war unser Auto, da wir in der Hast vergessen hatten die Handbremse anzuziehen, einen kleinen Berg hinuntergerutscht. Also schulterten wir unsere Nordmanntanne und gingen den umständlichen Weg zum Auto. Als wir im Auto saßen atmeten wir tief durch und fuhren dann endlich ein Spielwarengeschäft um ein Geschenk zu kaufen. Wir hatten aber keine Idee was wir nun kaufen sollten. Und obwohl der Tag mit einer Pechsträhne begonnen hatte, war das Glück nun doch auf unserer Seite. Wir trafen den Bekannten und Freund der Familie Bert. Bert half uns nun bei der Suche nach einem Geschenk. Auf einmal, nachdem wir schon unsere Hoffnung auf ein schönes Geschenk aufgegeben hatten, hatte Bert eine Idee: Im letzten Urlaub hatte Lina, unserer Jüngsten das Schnorcheln sehr gefallen. Aber sie musste sich die Schnorchelausrüstung ausborgen, da sie keine besaß. Zufällig gab es dies auch hier. Also kauften wir Tauscherbrille, Schnorchel und Fußpaddel. Dazu gab es für Lina noch einen Gutschein für ein Wochenede an der Ostsee. Somit war das Weihnachtsfest gerettet und wir hatten für alle die Geschenke zusammen. Dieses Weihnachtsfest wird uns dank dieser Aufregung wohl für immer in Erinnerung bleiben.

  10. Kerstin

    Das Jahr ist wieder mal verflogen und zum Ende des Jahres verdoppelt die Zeit ihre gefühlte Geschwindigkeit. Jump Stop aus dem Vorweihnachtsstress und umschalten auf Besinnlichkeit. Nur wie?

    Vielleicht hilft diese Geschichte.

    Weihnachten im Jahr 1999, ein Augenblick vor der Jahrtausendwende. Weihnachten unter Palmen in Mexiko. Wir sind unterwegs von Puebla in Zentralmexiko, nach Cancun, auf der Halbinsel Yucatan. Cancun ist Karibik, ewige Sonne und Cocktailparties am Strand – und damals noch weniger
    belagert vom Tourismus. Es ist ein weiter Weg, der quer durch das riesige Land führt, 2-3 Tage Autofahrt hauptsächlich durch tropischen Dschungel. Die Straße ist schlecht, manchmal überschwemmt.

    Mitten im Dschungel haben wir eine Panne, es ist Heiligabend. Alle sind müde und wir halten gezwungenermaßen in einem kleinen Dorf, in dem es zum Glück ein Motel gibt.
    Wir haben Hunger, Durst und nicht mal Zigaretten. Es mangelt uns Westeuropäern nicht an Geld, in Mexiko ist für uns alles erschwinglich, doch keiner der kleinen Dorfläden hat am Heiligabend geöffnet.
    Wir ziehen durch die Straßen und sehen ziemlich exotisch aus. Stephan weigert sich seine Taucherbrille vom Kopf zu nehmen – schließlich wollten wir längst am Strand sein. Niemand ist da, um uns etwas für unser Geld zu verkaufen oder unser Auto zu reparieren. Es ist Weihnachten, alle sind bei ihren Familien zu Hause.

    Wir kommen an einer kleinen Hütte vorbei, sie ist offen, davor stehen ein Mann und eine alte Frau. Wir fragen sie nach einem Restaurant, einem Laden, einem Straßenverkäufer. Sie lachen, nein, heute hat nichts geöffnet, für kein Geld der Welt.
    Enttäuscht wollen wir weiter ziehen, als sie sich ansehen und der fremde Mann uns spontan zum Weihnachtsessen bei seiner Familie einlädt. Das kommt unerwartet.
    Auf seine wiederholte, freundliche Einladung hin treten wir verlegen ins Haus.
    Dort erwartet uns eine große Familie, alle schwirren durcheinander, begrüßen uns erstaunt aber
    herzlich.

    Wir finden uns am Tisch mit ihnen wieder, offensichtlich ist die Familie sehr groß und sehr arm. Wahrscheinlich ist es das einzige Mal in diesem Jahr, dass sie ein Festmahl mit einem Braten auf dem Tisch haben. Da wir zu viert sind, ist das Essen nun sehr knapp für alle. Voller Enthusiasmus und
    Freude bieten sie uns zuerst von ihrem Festmahl an. Wir sind verlegen, es wird nicht für alle reichen. Wir essen wenig, gerührt und dankbar.

    Es wurde ein wunderschöner Abend, ohne Geschenke, ohne Weihnachtsbaum, ohne Stress und weihnachtlicher als alle Weihnachten. Wir sind mit knurrenden Mägen und glücklichen Herzen ins Bett gegangen.

    Ein frohes Fest!

  11. Gewinnt gleich 2 tolle Apple iPads 16GB Wi-Fi » En attendant le bonheur » * |Glitzerfrosch| *

    [...] Teilnahmeschluss: 22. Dezember 2010 Link zum Gewinnspiel: Klick hier, um dir deine Chance auf ein iPad beim DirectLine-Gewinnspiel zu sichern. [...]

  12. Peme

    Das war ja mal wieder typisch – wir schreiben den 24.12., es ist 11 Uhr und Familie Hugendubel hat noch keinen Weihnachtsbaum. Aber es wäre ja auch total unspektakulär wenn schon vor Heiligabend ein Baum da wäre. Ich denke da nur an die Geschichte mit der Taucherbrille vom letzten Jahr.

    Letztes Jahr am Morgen des Heiligabend saßen wir gemütlich beim Frühstück und ich ahnte nichts böses. In der Zeitung wurde auf die Gefahr der Benutzung von echten Kerzen – wer nutzt die?- hingewiesen. Ich dachte nur, selbst schuld wer keine Lichterketten hat als mir plötzlich einfiel, dass ich meine Lichterketten in die Luft hängen muss wenn nicht bald etwas passiert.
    “Torsten” rief ich, “wann wolltest Du eigentlich einen Baum kaufen?” SCHWEIGEN. Aber was hatte ich auch anderes erwartet. Ich suchte meinen Freund und fand ihn im Schlafzimmer vor dem Kleiderschrank. Er stand in Badehose, mit Flossen und Taucherbrille davor und guckte mich mit großen Augen an.
    “Was hast Du vor?” fragte ich ihn.
    “Ich wollte mir mal ein bisschen Sommerfeeling zurückholen” sagte er grinsend.
    Ich hatte das untrügliche Gefühl, dass er eigentlich nur vom Baumkaufen ablenken wollte.
    “Los, raus aus der Badehose, rein in die Klamotten wir müssen schnell einen Baum kaufen, sonst stehst Du heute abend mit der Lichterkette umwickelt da und bleibst da die nächsten drei Tage stehen.” war meine Ansage. Gesagt getan. Schwupps angezogen ins Auto gesprungen und los gefahren, Aber wohin? Wo bekommt man Heiligabend noch einen schönen Baum.
    Der erste Händler hatte noch drei Bäume die ich lieber in eine Aufzuchtsstation gegeben hätte als sie zu verkaufen. Dafür wollte er auch noch 75 Euro haben. NEIN danke!
    Der nächste Händler sah uns mitleidsvoll an und erklärte uns, dass er soeben den letzten Baum verkauft hätte.
    Ich kam zwischendurch schon auf die Idee, irgendwo im Stadtwald einen selbst zu schlagen, verwarf diesen Gedanken aber mangels Werkzeug.
    Torsten wurde langsam nervös und schlug vor doch schnell einen künstlichen Baum zu kaufen.
    “Das kommt gar nicht in Frage.” war mein einziger Kommentar.
    Der nächste Händler wird unseren Traumbaum haben. Mittlerweile regnete es in Strömen, was nicht zum Aufschwung meiner Laune beitrug. Aber egal, die Mission Baumkauf musste abgeschlossen werden. Beim nächsten Händler angekommen, schlichen wir fröstelnd durch die fast leeren Reihen. Und da, hinten in der Ecke, versteckt hinter eine Fichte stand UNSER Baum. Für uns war er perfekt, gut die eine Seite war etwas leer und er wirkte auch leicht “eingedellt” aber für uns war er perfekt. Schnell verhandelt, ins Auto mit dem Prachtstück und ab nach Hause.
    Dort angekommen, den Baum in den dritten Stock gehieft und einmal durchatmen. Und dann kommt der schöne Teil des hektischen Wir-kaufen-immer-erst-Heiligabend-unsern-Baum: Torsten und ich machen uns einen Punsch warm und schmücken gemeinsam unsern Baum. Und ehrlich gesagt, hoffe ich, dass wir nie vor dem 24.12. langweilig, öde und auch spießig einen Baum kaufen.
    Ich wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest

  13. Frau Keksi

    “So ein verfluchter Mist!” brubbelt Daniel als wir zusammen über die Straße laufen und jeder einen Teil vom gerade neu gekaufen Weihnachtsbaum unterm Arm hält. “Wieso willst du auch wieder so einen verdammt großen Baum? Wie sollen wir den in den Bus kriegen?” blubbert er mich an und seine Laune sinkt sekündlich.

    Na wunderbar! Frau von Welt hat es mal wieder geschafft. Ich wollte dringend einen echten Weihnachtsbaum dieses Jahr in unserem Wohnzimmer stehen haben. Wer will schon so ein unechtes perfekt aussehendes Teil das man zurecht biegen kann? Nix is! Wir können auch mit echten Tannen. Is doch viel hübscher! Sagt jedenfalls die Brigitte Zeitschrift von dieser Woche. “Weihnachtsidylle im Wohnzimmer” lautete die Überschrift. Ich finde das klingt überzeugend! Nungut, ich bin auch schnell überzeugt, wenn der neue TV-Spot für das absolute Wundermittel zum Bad putzen gezeigt wird. Nie wieder schrubben – nur aufsprühen und abwischen – fertig. Und ich renne sofort los und kaufe es. Ja ich gebe zu, ich bin wohl genau die Zielgruppe, auf die es die Werbung abgesehen hat. Seis drum, dieses Jahr muss ein echter Baum her!

    Der Weg nach Hause gestaltet sich wirklich schwieriger als ich angenommen hatte. Die Busse waren krachend voll, die Menschen von den Weihnachtseinkäufen genervt und Daniel nölte an meiner Dekorationssucht herum. “Welch frohe und besinnliche Weihnachtszeit” nuschel ich in die neben mir stehende Tanne, während wir im Bus eingequetscht stehen und Daniel die Tannenspitze ein Stück zu sich runterbiegen muss, damit sie nicht abbricht. Diesen bockigen Gesichtsausdruck hatte er das letzte mal gemacht, als unser Auto vor 3 Monaten komplett den Geist aufgegeben hat. Seit dem wird alles zu Fuß, mit dem Bus oder der Bahn erledigt. Eben auch die großen Besorgungen.

    Ich schweife mit den Gedanken ab und das gleichmäßige Schuckeln des Busses und die wohlige Wärme lässt mich müde werden. Mit der ollen Brummerkiste war alles viel einfacher. Wir hätten den Baum aufs Auto geschnallt, Daniel hätte ein paar mal vor sich hergeflucht beim festbinden aber ein kurzer Zwischenstop bei unserem Lieblingsitaliener hätte ihn besänftigt und alles wäre “Weihnachtsidyllisch” gewesen – genauso wie es die Brigitte versprochen hat. Ich nehme mir fest vor eine Beschwerdemail an Brigitte zu schreiben wenn wir zu Hause sind. Es fehlt eindeutig der Hinweis auf den zwingenden Besitz eines Autos!

    “HEEE SIEE!!! Passen sie mal mit ihrem Gestrüpp hier auf!” reisst mich eine unfreundliche Stimme aus meinen Gedanken. Die Frau die neben mir auf dem Behindertensitz sitzt ist gefühlte 120 Jahre alt, hat ihren ausgefranzten Nerzmantel bis unter die Nasenspitze gezogen, ihren Jute-Einkaufsbeutel fest in der Hand und ihre Hausschuhe aus Flies schlabbern an ihren kleinen dünnen Füßchen. Um gottes Willen warum trägt sie Hausschuhe?

    Ein Tannenzweig hat sich in ihre selbstgehäkelte Neonmütze verhakt. “Sie nehmen mit ihrem Baum Platz für 4 Leute ein, können sie das nich mit ihrem Auto erledigen?! Ständig will die Jugend ein Auto, aber nutzen tun sie es nicht. Nehmen lieber den hilfsbedürftigen die Plätze im Bus weg!” schreit uns die alte Dame so laut an, dass es der ganze Bus hört.

    Mit offenem Mund starr ich die alte Dame an und staune innerlich nicht schlecht. Holla die Waldfee und das in ihrem Alter. Ich fuddel ihr unbeholfen den Tannenzweig aus der Mütze, breche ihn dabei ausversehen ab und somit hängt noch ein Stück in der Wollmütze der alten Dame. Gerade als ich das Stück entfernen wollte schallt sie mir zahnlos entgegen: “Und das nächste mal stellen se sich gefälligst nich so dusselig an! Diese Jungend von heute! Damals hätte es das nicht gegeben sag ich ihnen! Damals nicht!”

    Seelig nickend grinse ich sie an und lasse das hübsche Zweiglein in ihrer Neongelben Mütze stecken. Beim Aussteigen wünsche ich ihr noch einen schönen Tag in der Hoffnung das der Weihnachtsmann ihr eine neue Brille schenkt, damit im nächsten Jahr eventuell die Farbwahl der Mütze etwas gelungener wird.

    Zufrieden drängel ich mich aus dem Bus raus und von Daniel ernte ich einen grinsenden Blick mit den Worten: “Sowas kannst du doch mit ihr nicht machen, jetzt rennt sie mit ihrem eigenen Tannenbaum auf dem Kopf rum!” “Oh ich bitte dich, hast du mal ihre Mützenfarbe gesehen? Da lief doch wohl einiges schief und ich glaube die Mütze fällt mehr auf als der Tannenzweig.” grinse ich ihn an.

    “Nun stell dir aber mal vor, sie trifft im Bus noch so eine verrückte wie Dich und die hängt ihr dann noch ein paar Weihnachtskugeln an den Tannenzweig und schmeisst noch Lametta drüber.” fängt Daniel an zu fantasieren. Ich muss bei der Vorstellung laut lachen. “Weisst du… das lustige an der ganzen Sache ist, dass sie es nichtmal bemerken würde, wenn sie vom Weihnachtsmann wirklich ne neue Brille bekommen würde. Selbst wenn diese so dicke Gläser wie eine Taucherbrille hätte würde sie nicht erkennen was sich für ein Biotop auf ihrem Kopf zusammenbraut.”

    Nun ist es ganz aus. Ich gluckse alle paar Meter und kann mich nicht mehr zurück halten. Auch Daniel hat anscheinend ein paar Bilder im Kopf, die ihn komplett aus der Bahn werfen. Mir schiessen die Tränen in die Augen und meine Kraft verlässt mich. Der Weihnachtsbaum knallt auf den Boden und auch mich hält nichts mehr auf den Füßen. Mit einem Lachanfall plumpse ich in den Schnee und halte mir den Bauch. Daniel kriecht auf allen vieren auf mich zu und hat auch schon Lachtränen im Gesicht. Wir müssen herrlich aussehen für die anderen Passanten. Zwei erwachsene Menschen auf dem zugeschneitem Boden, in der Mitte einen Baum und beide Lachen aus vollem Leib und keiner weiss warum.

    Diese Erkenntnis steigert uns nur noch mehr in unseren Lachanfall. Es fängt an dicke Flocken zu schneien und nachdem wir uns endlich nach 10 Minuten beruhigt haben, liegen wir beide angelehnt mit Seitenstechen an unserem Baum, glucksen noch ein paar mal vor uns hin und ich beschliesse spontan der Brigitte eine Dankesmail für diesen wunderschönen und sehr idyllischen Weihnachtsbaum-Einkauf zu schreiben.

  14. LianaLaurie

    Der Name der Freundin: Laura
    Auto, Weihnachtsbaum & Taucherbrille kommen vor.

    *+~
    “So viel Zeit ist bereits vergangen?”
    Die Schneeflocken kamen leise auf die Erde nieder und legten sich funkelnd in die schönen Haare von Laura. Ihre blauen Augen wären wunderschön gewesen, hätten
    sie in diesem Moment noch Glanz und Freude ausstrahlen können. Und ihre Stimme – die sonst so unbeschreiblich schöne Stimme einer Opernsängerin – hätte wie eine Melodie mit dem Schnee-
    gestöber tanzen können… Doch jetzt klang sie fahl und gewöhnlich, ihr Flüstern galt der Stille des Friedhofs – einer Stille, der sie jedes Jahr am
    24 Dezember lauschte.
    Hier hatte sie geendet, ihre wunderbare Jugend. Und das alles hatte sie dem Schnee zu verdanken, der so verführerisch in der kalten Winterluft umherwirbelte,
    als wollte er sie zum Spielen einladen. Damals, vor genau 10 Jahren, wurde dieser Schnee zu ihrem Verhängnis… Auf einer spiegelglatten Straße verunglückten
    ihre Eltern.
    Laura spürte eine heiße Träne, die ihre Wange runterrollte und eine brennende Spur in dem vor Kälte erstarrtem Gesicht hinterließ. Sie vermisste ihre Eltern…
    Sie vermisste die beiden so schrecklich. Ihre Mutter, die zu Weihnachten immer mit ihr zusammen in der Küche Plätzchen backte und dabei immer dieses
    unwiderstehliche Gefühl des Glücklichseins verströmte; ihr Vater, der seine Tochter mit seinen starken Armen packte und durch die Luft wirbelte… Ihr entzücktes
    Glucksen zauberte dem Mann immer ein Lächeln ins Gesicht.
    Und dann war alles mit einem Schlag vorbei. Die beiden starben innerhalb von Sekunden, mussten wenigstens keine Schmerzen erleiden, hatte ihr damals der
    Notarzt gesagt… An Weihnachten wurden Laura ihre Eltern weggenommen.
    Und seitdem kam sie jedes Jahr hierher; seit 10 Jahren war sie der einzige Besucher auf diesem Friedhof, der an Weihnachten seine Zeit hier verbrachte. Und von
    Jahr zu Jahr wurde der Schmerz bei dem Anblick des Grabsteins nicht weniger, er blieb konstant. Weitere Tränen strömten in ihr Gesicht, als sie daran dachte,
    dass sie ihren Eltern nicht oft genug sagen konnte, wie sehr sie sie liebte…

    “Mama, gehen wir bald nachhause?”
    Eine zögerliche Kinderstimme riss Laura aus ihren Gedanken und sie blickte auf das kleine Wesen hinunter, das sich an ihre Hand klammerte und sorgenvoll zu
    ihr aufblickte. “Oma und Opa würden sicherlich nicht wollen, dass du so weinst…”
    Und zum ersten Mal musste Laura an diesem Tag lächeln. Ja, ihre Eltern hätten sicherlich nicht gewollt, dass sie so viele Tränen weinte.

    Laura drückte die Hand ihrer kleinen Tochter und wunderte sich, wie das Leben doch manchmal sein konnte… Nach einem Sturm kam immer ein Regenbogen – und
    auch wenn ihr an Weihnachten ihre Eltern genommen worden, kam vor 4 Jahren ihre eigene Tochter am 24.Dezember zur Welt. Verrückt, nicht wahr? Auf Weihnachten
    schien ein Fluch zu liegen.

    “Mama, komm! Papa wartet schon so lange im Auto… Außerdem möchte ich noch die Kerzen auf unserem Weihnachtsbaum anmachen! Sie leuchten doch immer so schön!”

    Lauras Lächeln wurde breiter. Auch wenn ihr Herz so voller Schmerz war, durchströmte eine Welle bedingungsloser Liebe ihre Seele. Sie war jetzt selbst
    Mutter und sie war bereit, ihren Schmerz ihrer Tochter zuliebe hinten anzustellen.

    “Frohe Weihnachten, Oma und Opa…”, flüsterte die Kleine dem Grabstein zu und hob ihre Hand zu einem Abschiedsgruß. Manchmal nimmt man die Welt wie durch
    eine Taucherbrille wahr: Verschwommen, ihrer Grenzen beraubt. Doch wenn man in ein Meer voller Liebe eintaucht, erlebt man eine noch nie gekannte Schönheit…

    “Frohe Weihnachten.”, flüsterte Laura und stampfte zusammen mit ihrer Tochter in Richtung eines schönen Weihnachtsfestes.

  15. Hanni

    Die Tage wurden kürzer, die Nächte dafür umso länger, als am vergangen Sonntag die Kirschtumglocke zwei Mal gegen das alte feuchte Gemäuer schlug. Innen angelangt hörte Susi gerate das von Johannes R. verfasste Gedicht “Ein Hauch voll Winterwachen”:

    Ein Hauch voll Wintererwachen
    Dezember ist es. 
Um den Fenstern ein Schal. 
Ein Verlangen nach rot. 
Ich seh´ wie die Geier ihre Beute horten. 
Erfüllung durch Goldkelche? 
Mir wird bewusst, 
dass ein Kraftwerk in mir ausbricht. 
Die Taube sollte zu dieser Zeit über den Häusern lauern. 
Doch werden nicht immer die Gewehre nieder gelegt. 
Ein seichter Sichel-Schnitt reicht aus, 
die Zeit bleibt stehen. 
Ich möchte jetzt, so leidig es klinge, 
meinen Stamm im Himmel mit Vergebung wiederfinden. 
Die Engel sehen von ganz oben, die Ameisen, 
wie sie sich in Massen aufstapeln und doch alleine nicht bis an das Himmeltor kommen. 
Jeder von ihnen das Licht ersucht, wenige die Treppe nach oben erreichen.

    Sie spürte wie die Damen, die das Gedicht leise säuselnd vortrug, voller Ehrfurcht erstarrte. Susi war sich in diesem Moment nicht bewusst, welch magische Worte aus dem Mund der etwas rundlich wirkenden Priesterin kamen. Die waren voller Liebe und Sehnsucht. Als die Messe zuende war, begab sie sich in die klirrende Kälte. Sie wusste nicht, wohin mit ihrer Verwirrtheit. Sie betrachtete den Weihnachtsbaum, der mit goldenen Kugeln außen den Gläubigen und Nichtgläubigen zur Verfügung stand. So viel Prunk war ihr dann doch zu viel und sie machte sich mit ihrem Gefährt, welches die Bezeichnung Auto keinesfalls verdient hatte. Es war eher eine Schrottlaube. Es waren noch 14 Tage bis zum heiligen Abend, den Abend an dem alle Menschen auf diesem Planeten friedvoll feiern sollten. Doch sie konnte beim besten Willen sich nicht vorstellen, gerade in diesem Jahr zu feiern. Ihr Mann ist vor ca. 3 Wochen an einem Herzinfarkt gestorben und die wusste nicht, wie sie weiter bestehen kann. Er war alles für sie, er war Liebe und zugleich ein Streitobjekt. Sie erinnerte sich noch gerne an ihren letzten Sommerurlaub auf den Malediven zurück, als er ihr die Taucherbrille zwangsweise über den Kopf stülpte und sie sich gar nicht wehren konnte und mit ihm tauchen musste. Am Ende war sie ihm dankbar dafür. Dankbar auch, dass er immer für sie da war. Ganze 23 Jahre und 4 Monate. Sie hatte keine Kinder. Eine Frau von 55 Jahren, die alleine nun in ihrem beschaulichen Wohnheim am Rande Münchens lebte. Sie grübelte und grübelte, was sie denn machen soll. Stöberte auf verschiedenen Websites, bis sie auf das Gewinnspiel von Directline stieß und ihre Geschichte veröffentlichte. Ihr Gedicht, ihr Leben, ihre Liebe und Ihre Sehnsucht. Sie möchte der Welt kein Mitleid, sie möchte nur einen Menschen an Weihnachten, der mit ihr im gemütlichen Beisammensein das heilige Fest feiert. Sie kann den Prunk der katholischen Kirche nicht mehr ertragen. Deswegen meidet sie die Kirche an diesem Tag. Dieser Prunk wurde ihr am heutigen Tag wieder bewusst. Wieso nicht einfach das Wort wirken lassen, das schöne Gedicht, welches sie heute gehört hat? Dafür bedarf es keiner Goldkelche…..Auch die Frau, die heut gepredigt hat, würde an einem normalen Sonntag, nicht einmal eine Andacht führen dürfen. Sie fand es ungerecht. Sie fand das System katholische Kirche unglaublich ungerecht. Aber sie wusste, sie möchte keinen Streit, keinen Streit mit Obrigkeiten, deswegen trat sie auch nie aus. Sie bereut es etwas. Am Samstag klingelte ihr Telefon. Eine Tante aus Berlin sprach am anderen Ende etwas von Neuanfang, von einer Geburt. Susi verstand kann Wort, aber sie wusste, irgendetwas ist geschehen. Sein Name war Joshua! Ein Großneffe! Er erblickte das Welt in einer Krippe, im Stroh mit Eseln. Als seine Mutter Maria einen zerkleinerten Apfel gab, um ihn zu nähren, wusste er nicht so recht, ob dieser Apfel nicht der Menschheit mehr schaden würde als nützen. Aber Maria war sich sicher, der Apfel wird auch in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Denn wir haben das Apfel-Zeitalter erreicht. Daher fragte Susi, ob sie denn auch einen Apfel kriegen könnte, einen Apfel, wo sie immer mit Freunden in Kontakt sein kann….Bis heute wartet sie auf ihr Geschenk, auf ihren Apfel, auf ihr E-Book….erfüllt Susi den Wunsch ;)

  16. Nadine

    Wer mich näher kennt der weiß, dass ich ein großes Herz für Tiere habe. Nicht nur zur Weihnachtszeit gedenke ich somit oftmals all’ derer Fellnasen, denen es in ihrem bisherigen Leben nicht so gut geht, wie etwa unserer Katze Kimbi. So habe ich schon einiges an Spenden und aktiver Hilfe geleistet und möchte dies auch künftig tun.

    Im letzten Jahr jedoch ergab es sich zufällig in der Adventszeit, dass ich im Internet auf liebe Menschen aufmerksam wurde, die ihre Augen vor dem Tierelend im Ausland nicht länger verschließen wollten und vor einiger Zeit einen gemeinnützigen Verein gegründet hatten. Kurzentschlossen setzte ich mich mit der Vorsitzenden in Kontakt und hatte ein paar Tage später die Zusage, eine Pflegestelle in unseren vier Wänden eröffnen zu dürfen.

    Sechs Tage vor Heiligabend sollte sie also aus Ungarn eintreffen, meine erste Pflegekatze Selena, eine schwarze Schönheit. Ich selbst hatte sie aus unzähligen Tieranzeigen ausgesucht und ich war so stolz, einer armen Samtpfote einen kuschligen Platz unterm Weihnachtsbaum bieten zu können. In den vergangenen Wochen hatte es mal mehr und mal weniger geschneit und dass gerade jetzt, zwei Tage vor dem großen Termin eine Unwetterwarnung mit Schneeverwehungen gemeldet wurde, machte mich sehr ängstlich und traurig: Würde Selena tatsächlich gesund in Deutschland ankommen? Der Transport musste mit dem Auto erfolgen, denn ein Flugpate konnte in dieser Jahreszeit leider nicht organisiert werden.

    In der Nacht auf den 18. Dezember fand ich – wie erwartet – überhaupt keinen Schlaf, sondern drehte mich im Bett hin und her, bis endlich der Wecker klingelte. Draußen schneite und stürmte es noch immer aber ich kam nicht drum herum, mich ins Weihnachtsgetümmel zu stürzen: Geschenke für die Familie hatte ich zwar bereits besorgt aber die Taucherbrille, die sich meine beste Freundin Susanne so sehnlichst wünschte, hatte ich bis dato in der sehr kleinen Auswahl unseres hiesigen Einzelhandels noch nicht finden können. Außerdem hätte ich den Tag wohl sowieso nicht überstanden, ohne mich abzulenken – wartete ich doch sehnlichst auf den Anruf des Katzenschutzvereines.

    Irgendwann am späten Nachmittag, ich war gerade erst völlig durchnässt inkl. dem Geschenk für meine Freundin daheim angekommen, klingelte mein Handy: Selena war nur noch ein paar wenige Kilometer von uns entfernt und würde innerhalb der nächsten 2 Stunden bei uns sein! Wie ich mich freute – einfach unbeschreiblich! Trotz der Unwetterfront hatte die kleine Maus den weiten Weg fast geschafft und so richtete ich ihr auf die Schnelle einen warmen Kuschelplatz auf unserer Fensterbank ein und knuddelte unsere Mieze Kimbi ausgiebig, damit sie später erst gar nicht auf die Idee kommen würde, eifersüchtig zu sein!

    Als es kurze Zeit später klingelte, war ich noch mehr aufgeregt: Würde Selena sich hier wohlfühlen und vor Allem: wie würde sich Kimbi verhalten? Doch meine Sorgen waren völlig unbegründet, denn Selena kam, sah und siegte und zwar auf der ganzen Linie! Die Samtpfote zeigte keinerlei Anzeichen von Reisestress, sondern trottete seelenruhig erstmal aus ihrer Transportbox, um ihr nötiges „Geschäft“ zu erledigen sowie einen kleinen Imbiss zu nehmen. Auch wenn es Kimbi vorzog, sich in den ersten Stunden nach Selenas Ankunft ins Schlafzimmer zu verkrümeln, so merkte ich am Ende doch sehr schnell, dass die Chemie zwischen den Beiden zu stimmen schien. Weihnachten war also gerettet!

    Heute, ein Jahr später kann ich mit Stolz auf die beiden Fellnasen sehen, denn sie sind inzwischen ein eingespieltes Team und Keiner kann sie mehr trennen. Dass Selena für immer bei uns bleiben konnte, ist für uns auch in diesem Jahr das schönste Weihnachtsgeschenk auf Erden.

  17. topeka

    Es war einmal vor nicht all zu langer Zeit, da lebte ein Junge namens Oskar mit seinem Vater im Schokozauberwald. Der Wald bestand aus Ferrero Rocher und Ferrero Rondnoir Tannenbäumen und ab und zu konnte man auch das Lindt Rentier Rudolf entdecken. Sie lebten in einem Haus, das aus Schokobons bestand, die wie Steine zu einem kleinen Häuschen gemauert waren. Sie hatte auch für Notfälle ein kleines Auto aus zart schmelzender Milka Schokolade.

    Oskar und sein Vater lebten von den Süßigkeiten, die Ihnen der Schokozauberwald bot. Ein wenig Geld verdienten sich die beiden dazu, indem sie selbstgebackene Kekse auf dem Weihnachtsmarkt in der Stadt verkauften. Auf dem Weihnachtsmarkt dort tummelten sich immer viele Leute um den riesigen Weihnachtsbaum, der auf dem Marktplatz stand.

    Eines Tages machte sich Oskar mal wieder mit dem Lebkuchenzug auf in die Stadt, um dort seine selbstgebackenen Kekse auf dem Markt zu verkaufen. Im Zug entdeckte er dann ein Mädchen, das bitterlich weinte. “Hey” sagte Oskar, “Warum weinst du denn so sehr?”. Daraufhin erwiederte das Mädchen: ” Ich bin auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt in die Stadt um Kekse zu verkaufen, doch leider sind mir die meisten eben in den Fluss gefallen.” “Mh” antwortete Oskar, “Ich habe da eine Idee, wie wir deine Kekse retten können!” Als der Zug an der nächsten Haltestelle am Lake Choc anhielt, stiegen die beiden aus und machten sich am Fluss entlang auf den Weg zum See.

    Der Fluss, der auch durch den Schokozauberwald führte, bestand aus feinster Vollmilchschokolade. Dieser Fluss verlief von seiner Quelle, dem Schokobrunnen quer durch den Schokozauberwald und mündete in dem riesigen Schokoladensee, dem Lake Choc. Am See angekommen entdeckte das Mädchen auch schon einige seiner Plätzchen und sagte zu Oskar: ” Schau mal da, dort sind meine Plätzchen!” Auch Oskar sah die Plätzchen des Mädchens, die leicht wie Federn auf dem See umher schwammen. Kurzerhand nahm Oskar ein paar der herumliegenden Kinderschokoladen-Bretter und baute daraus ein Floß. Mit diesem Floß paddelten die beiden kreuz und quer über den See. Das Mädchen konnte dann mit ihrer Taucherbrille nach den Keksen tauchen. Diese hatten nun auch noch einen leckeren Schokoladenüberzug. Zum Dank bekam Oskar auch ein paar Kekse von dem Mädchen geschenkt. Von dem tollen Schokoladenüberzug war Oskar so begeistert, dass auch er seine Plätzchen allesamt einmal in den See geworfen hat. Als die beiden dann die Kekse wieder eingesammelt hatten, machten sie sich auf zur Haltestation um mit dem Lebkuchenzug nun endlich in die Stadt zu fahren.

    Dort auf dem Markt gab es noch weitere Leckereien wie zum Beispiel Schokofrüchte, Zuckerwatte oder buntes Konfekt. Aber niemand hatte so leckere Kekse wie die beiden! Deshalb beschlossen die beiden, nun jedesmal zusammen ihre Kekse zu backen, im See mit Schokolade zu überziehen und dann zusammen auf dem Markt zu verkaufen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann fahren Oskar und das Mädchen auch heute noch mit ihren speziellen Keksen aus dem Schokozauberwald zum Markt in die Stadt!

  18. AndréG

    Meine Geschichte spielt nicht einmal ein Jahr her, an einem Adventssonntag im Dezember. Zu dieser Zeit wurde Deutschland von einem mächtigen Schneesturm überzogen. Viele Menschen waren bei Ihren Familien zu Hause, ein gekauert doch warm und glücklich. Andere hatte vielleicht nicht so viel Glück und mussten arbeiten, egal ob Brummi-Fahrer oder Ambulanz.
    Etwa 14 365 Kilometer entfernt, auf einem kleinen Taucherboot in mitten der weiten Riffbänke des Great Barrier Reef machte ich mich startklar für mein großes Weihnachts-Abenteuer:
    Ich würde nur wenige Minuten später mit Haien tauchen. Langsam dahin gleiten in tiefschwarzer Nacht. Noch fix die Ausrüstung gecheckt:
    Sauerstoffflasche, Schwimmflossen, Luftdruck, Taucherbrille – alles in Ordnung.
    Ein großer Schritt, und alles wurde Schwarz.
    Zur selben Zeit in Deutschland, meine beste Freundin Marie wusste um mein Abenteuer und fieberte mit. Zur Ablenkung ein wenig dekorieren, Weihnachtssterne ins Fenster sprühen, eine Lichterkette für den Weihnachtsbaum testen – dann plötzlich wurde es dunkel. Stromausfall, die ganze Straße pechschwarz – vereinzeltes aufleuchten von Autolichtern. Nur mit dem Schein des Feuerzeugs bahnte Marie sich den Weg durchs Haus. Keine 15 Minuten, dann war das Licht wieder da.
    Und fast exakt zur selben Zeit stieg ich wieder aus dem Wasser, erleichtert und um eine enorme Erfahrung reicher. Von den zeitgleichen Erlebnissen erfuhr ich dagegen erst einige Tage später.
    Umso erstaunter waren wir zwei, erlebten wir doch beide ein Abenteuer, in völliger Dunkelheit, zur exakt selben Zeit.
    Zurück in Deutschland konnten wir dann wieder drüber lachen und gemeinsam das nächst, diesjährige, Weihnachtsfest vorbereiten.

  19. Kai

    Wie er das hasste, es war Heiligabend und er hatte das Geschenk aller Geschenke noch nicht: Zu Weihnachten wollte er seine große Liebe Laura mit einer Verlobungsreise auf die Malediven überraschen! Die Flugtickets fehlten und das symbolische Geschenk, welches er seiner Freundin bei einem romantischen Candlelight-Dinner am Weihnachtsbaum überreichen wollte: eine Taucherbrille sollte es sein und er war gespannt, wie sie darauf reagieren würde. Die Verlobungsringe wollte er dann pünktlich zum Urlaub noch besorgen.

    Es stürmte und schneite an jenem Freitag und so entschied er kurzerhand, den Weg in die Innenstadt mit dem Auto zurückzulegen. Keine gute Idee, wie er kurze Zeit später feststellte, denn das Fahrzeug wollte einfach nicht anspringen. Völlig aufgelöst und ärgerlich bahnte er sich einen Weg durch den hohen Schnee an die nächste Bushaltestelle. Leider ließ der Bus auf sich warten und da das Reisebüro bereits um 12 Uhr schließen wollte, blieb ihm keine andere Möglichkeit, als den mühsamen Weg zu Fuß anzutreten. Platsch – so machte es, als ein Auto dicht an ihm vorüberfuhr und er eine Lawine Schneematsch ins Gesicht bekam! Das durfte wirklich nicht wahr sein: was war heute nur los?

    Geschafft: völlig durchnässt erreichte er gerade mal 5 Minuten vor Ladenschluss das Reisebüro. Puh, gerade nochmal gutgegangen! Die nette Angestellte hatte schon auf ihn gewartet und legte die Reisetickets auf die Theke. Doch was war das? Verflixt! Wo war die Geldbörse? Daheim im Auto – da lag sie gut! Sein Gesicht verfärbte sich innerhalb Sekunden dunkelrot und zerknirscht musste er sich eingestehen, dass seine Überraschung hiermit vollends ins Wasser gefallen war. Da er weder Bargeld noch Scheckkarte dabei hatte, würde er auch die Taucherbrille nicht mehr besorgen können. Vorwurfsvoll gegenüber sich selbst  machte er sich auf den Heimweg und freute sich wenigstens auf eine warme Dusche.

    Zum Glück hatte er am Tag zuvor bereits den Weihnachtsbaum geschmückt. Ansonsten wäre er nun sicherlich ganz ausgerastet. Gegen 20 Uhr würde sein Schatz Laura da sein, wenn dieses Weihnachtsfest nicht in einer absoluten Blamage für ihn enden sollte, dann musste er sich jetzt etwas einfallen lassen.

    Doch zu spät: Es klingelte an der Tür und seine Freundin stand lächelnd vor ihm. Wie sollte er ihr nur sein Missgeschick beibringen? Er hatte weder ein Geschenk noch war das Essen gekocht… Laura führte ihn ins Wohnzimmer und bat ihn, sich zu setzen. Sie kniete sich verliebt vor ihn hin und überreichte ihm ein winzig kleines Päckchen. Verlegen öffnete er dies und glaubte, seinen Augen nicht zu trauen, denn darin befanden sich: Verlobungsringe!

    Zerknirscht gestand er seiner Liebsten, wie der Tag bei ihm abgelaufen war und welche Überraschung er ihr eigentlich präsentieren wollte. Laura hingegen schmunzelte nur, hatten Beide doch eigentlich die „gleiche Weihnachtsüberraschung“ für den Partner geplant. Gemeinsam ließ das Paar den Heiligabend mit der Vorfreude auf den kommenden Urlaub ausklingen, denn eine Verlobung hätte gar nicht passender als zu Weihnachten stattfinden können. Sie hatten sich und nur das allein zählte!

  20. tho

    Ich fuhr im Auto vor mich hin,
    durchs winterliche Land.
    Die Straße, sie war menschenleer,
    und ich war ganz entspannt.

    Im Radio lief „Stille Nacht“.
    Ich hatte froh gelauscht.
    Da plötzlich kam direkt von links(!)
    ein Schlitten angerauscht.

    Ich trat die Eisen, schnell und fest,
    da war’s auch schon passiert:
    trotz ABS und Winter-Pneus
    hab ich ihn leicht touchiert!

    Ich sprang hinaus. Mein Kühlergrill
    war etwas eingedrückt.
    Ich schrie den Schlittenlenker an:
    „Mann, bist Du denn verrückt?

    Mit Augen – taucherbrillengroß –
    so schaute er mich an.
    „Es tut mir leid, ich hab gepennt.
    Gestatten: WEIHNACHTSMANN.“.

    Ich horchte auf und habe ihn
    von Kopf bis Fuß gecheckt.
    Er sah tatsächlich komisch aus
    und war mir sehr suspekt.

    „Ich komm vom Nordpol“, sagte er.
    Das ließ mir keine Ruh.
    Mein Unfallgegner: Ausländer,
    noch nicht einmal EU!

    Sein Schlitten (obwohl unversehrt)
    bot auch kein schönes Bild:
    vergeblich suchte ich daran
    nach einem Nummernschild.

    Die Ladung war – salopp gesagt –
    nur mangelhaft verstaut:
    ein Berg Pakete kreuz und quer,
    nicht ordentlich verbaut.

    Am Heck: ein kleiner Weihnachtsbaum
    mit schwachem Kerzenlicht.
    So fuhr der Alte durch die Nacht!
    Mehr Lampen gab es nicht.

    Die Krönung jedoch fand sich vorn:
    Dort wo sonst Pferde stehn,
    da habe ich – das ist kein Witz –
    ein Rentier stehen sehn

    mit einer Nase: feuerrot.
    Der war wohl ‘hackedicht’?
    Ich sprach: „Ich ruf die Polizei,
    das ist jetzt meine Pflicht.“.

    Freund Ruprecht zupfte sich am Bart.
    „Das fänd ich gar nicht toll.
    Mein Punktekonto – ich gebs zu –
    das ist schon ziemlich voll.

    Käm eine Strafe noch dazu,
    das gäbe mir den Rest.
    dann müsste ich im nächsten Jahr
    wohl zum Idiotentest.“.

    „Gut, Alter, deine Ehrlichkeit,
    die weiß ich wohl zu schätzen.
    Doch musst du mir – im Gegenzug –
    den Schaden voll ersetzen.

    Ein Lächeln zog in sein Gesicht
    und er hat leis gekichert.
    „Das ist nun wirklich kein Problem,
    ich bin sehr gut versichert!“.

    Dann hielt er mir ein Kärtchen hin,
    darauf stand ‘Direct Line’.
    Von meinem Herzen fiel sofort
    ein riesengroßer Stein.

    Ich wusste jetzt: Mein Schaden wird
    von Profis reguliert.
    Das geht für mich ganz ohne Stress
    und ist nicht kompliziert.

    Knecht Ruprecht bleibt auf freiem Fuß,
    kann die Geschenke bringen.
    So werden auch in diesem Jahr
    die Weihnachtsglocken klingen!

  21. himbeerbrause

    Es war der 23. Dezember, ein Tag vor Weihnachten. Bis jetzt hatten wir noch nichts vorbereitet für den heiligen Abend !!!
    Langsam wurde es Zeit.
    Als erstes Ging ich in die Küche um schon mal den obligatorischen Heiligabend-Kartoffelsalat vorzubereiten, denn schließlich muß der ja gut durchziehen.
    Ich setzte mir also wie immer, wenn ich Zwiebeln schnitt die Taucherbrille auf um nicht zu weinen.
    Mein Mann wollte inzwischen einen Weihnachtsbaum besorgen. Er setzte sich ins Auto und fuhr los. Sein Weg führte ihn in den nahen Wald, weil er dort vom Förster eine frisch geschlagene Tanne kaufen wollte.
    Leider hatte er nicht mit dem Wetter gerechnet. Es hatte angefangen zu schneien und innerhalb weniger Minuten waren alle Wege und Straßen zugeschneit und nichts mehr zu erkennen.
    Es war ein regelrechter Schneesturm.
    Trotz Winterreifen war vernünftiges fahren nicht mehr möglich und so kam es wie es kommen mußte….
    …. er fuhr unser schönes Auto gegen den ersten Baum, der ihm am Straßenrand begegnete.
    Für manchen ist das natürlich ein Grund zum verzweifeln, jedoch nicht für meinen Mann.
    Der rief nämlich über Handy seinen guten Freund Stefan an, der bei

    DIRECT LINE

    arbeitet. Dieser war natürlich sofort bereit zu helfen und riet meinem Mann den Schaden schnell vom Unfallort aus zu melden und zwar über seine

    DIRECT LINE AUTOUNFALL APP

    die er sich vor kurzer Zeit erst auf sein iPhone geladen hatte.
    Er machte also mit deren Hilfe Fotos, schriftliche Aufzeichnungen und mündliche Notizen und die Standortbestimmung konnte ihm ebenfalls ganz genau helfen.
    Schließlich ermittelte die App auch noch die nächste

    DIRECT LINE PARTNERWERKSTATT

    und mein Mann konnte sich ohne Probleme abschleppen lassen.
    Sein Freund Stefan holte ihn ab und gemeinsam gingen sie dann unseren Weihnachtsbaum kaufen, dieses mal allerdings in der Stadt.
    Und so konnten wir dann doch noch ein schönes Weihnachtsfest feiern !!!

  22. Carl

    X-mas-Rap

    Wie jedes Jahr zur Winterzeit,
    freut’ er sich auf seine Weihnachtsarbeit,
    er kurvt dann so schnell er kann,
    als erster an die Geschenke ran.

    Das Weihnachtsfest macht alle froh,
    von weit her, komm’ ich zu Euch, ho, ho, ho!

    Nur die Besten will er haben,
    für die weihnachtlichen Gaben,
    er hütet sie wie einen Schatz,
    unter’m Weihnachtsbaum finden sie bald ihren Platz.

    Das Weihnachtsfest macht alle froh,
    von weit her, komm’ ich zu Euch, ho, ho, ho!

    Das Weihnachtsmobil wird aufgeladen,
    damit die Präsente ohne Schaden,
    zum Weihnachtsabend Freude schenken,
    will er nur noch achtsam lenken.

    Das Weihnachtsfest macht alle froh,
    von weit her, komm’ ich zu Euch, ho, ho, ho!

    Als hinter einem Fenster voller Eisblumen,
    seine Augen eine Weihnachtsfrau zoomen,
    kommt sein Blick nicht von ihr los,
    da spürt er einen argen Stoß.

    Das Weihnachtsfest macht alle froh,
    von weit her, komm’ ich zu Euch, ho, ho, ho!

    Sein Auto rollt in einen Fluss,
    als er noch träumte von ‘nem Kuss,
    er bekommt ‘nen Riesenschreck,
    denn er kommt nicht mehr vom Fleck.

    Das Weihnachtsfest macht alle froh,
    von weit her, komm’ ich zu Euch, ho, ho, ho!

    Die Karre fängt gleich an zu sinken,
    er will noch mit den Händen winken,
    traurig blickt er wie ein Weihnachtslamm,
    und denkt: “das ist mein Untergang!”.

    Das Weihnachtsfest macht alle froh,
    von weit her, komm’ ich zu Euch, ho, ho, ho!

    Er zündet eine Weihnachtskerze an,
    wer ihn jetzt wohl noch retten kann,
    er schöpft ein paarmal Weihwasser,
    und betet zum himmlischen Aufpasser.

    Das Weihnachtsfest macht alle froh,
    von weit her, komm’ ich zu Euch, ho, ho, ho!

    Send’ mir ‘nen Freund, spürst du meine Not,
    wenn mir keiner hilft, dann bin ich tot,
    es gibt kein schönes Weihnachtsfest,
    wenn mich die Kraft jetzt verlässt.

    Das Weihnachtsfest macht alle froh,
    von weit her, komm’ ich zu Euch, ho, ho, ho!

    Plötzlich kam Raphael angeflogen,
    vergessen sind schnell alle Sorgen,
    mein Engelsfreund, den ich schon von weitem seh,
    rettet mich aus dem eiskalten See.

    Das Weihnachtsfest macht alle froh,
    von weit her, komm’ ich zu Euch, ho, ho, ho!

    Mit Flossen und Taucherbrille bestückt,
    sorgt Raphael für unser Weihnachtsglück,
    er zieht das Fahrzeug sicher an Land,
    und Direct Line leistet mir irdischen Beistand.

  23. pitsch

    Es war einmal ein Familie, ein Golf und ein Mercedes (natürlich noch mit Sommerreifen), die alle zusammen über Weihnachten und Silvester in den Skiurlaub fahren wollten. Da die Wohnung erst am 23. frei wurde, wurde der Weihnachtsbaum und die Pute für den ersten Weihnachtsfeiertag auch schon eingekauft. Dann kam der Abreisetag und es ging ans Packen. Nach und nach mehrten sich die Gepäckstücke, Ski, Schuhe und sonstigen Kleinteilen. Das Familienoberhaupt wurde immer schweigsamer, als er die Ansammlung der mitzunehmenden Gegenstände betrachtete und sich seine Familie ansah: Da waren er und seine Frau, seine älteste Tochter mit Ihren zwei Söhnen, seine mittlere Tochter, sowie seine jüngste Tochter mit deren Freund Gabriel und nicht zu vergessen – seine Schwiegermutter. Plus das Gepäck für seinen Sohn und deren Freundin, die mit dem Zug nachkommen sollten.

    Also atmete er tief durch und fing an das erste Auto zu bepacken. Zuerst schnallte er die Skier auf das Dach und den Tannenbaum obendrauf. Dann ging es an das Innenleben. Die Sitze wurden erst einmal mit Jacken ausgelegt, bis alle mit Ihren Köpfen ans Dach stoßen sollten. Die Koffer und Taschen kamen in den Kofferraum und die Skistiefel wurden gleich in den Fußraum gestellt – denn wer seine Füße in den Schuhen hat, spart den Platz der Schuhe im Kofferraum. Das zweite Auto wurde in gleicher Manier bestückt und dann ging es daran die Plätze für die Passagiere zu verteilen. Seine Schwiegermutter bekam natürlich den besten Platz auf dem Beifahrersitz. Die anderen stapelten sich in die beiden Autos, schnallten sich die Skischuhe an, deckten sich mit den restlichen Jacken zu und warteten auf die Mutter.
    Die kam mit hochrotem Kopf schließlich aus dem Haus. Unter dem Arm die Pute und 3 Keksdosen. Der Vater bekam einen noch röteren Kopf und meinte nur, dass absolut kein Platz mehr sei und die Dosen daheim bleiben müssten. Da regte sich seine Frau wahnsinnig auf – bekam einen Wutanfall und meinte nur, dass sie sich nicht stundenlang in die Küche stellt und Plätzchen backt, damit diese dann zu Hause vergammeln.
    Also bekam jeder noch eine Keksdose auf den Schoß und die Pute wurde zum Tannenbaum auf das Dach geschnallt – so wurde die Kühlkette wenigstens nicht unterbrochen.

    Es war kaum zu glauben, aber die Familie kam tatsächlich unversehrt und dank der Kekse auch satt und zufrieden an ihrem Zielort an und stürmte erst einmal die Wohnung. Als das Auto ausgepackt wurde hatte der Vater die ganze Zeit das Gefühl eine Wundertüte auszupacken und er wunderte sich, wie sie das alles mitbekommen hatten und was seine Kinder eigentlich alles eingepackt hatten, als der Enkelsohn einen Freudenschrei ausstieß, als er den Außenwhirlpool mit Blick auf die Eiger Nordwand sah: „Ein Glück, dass ich meine Taucherbrille mitgenommen habe!“

  24. Weihnachtselfe

    Gingle Bells – Gingle Bells – Gingle all the way, mein Name ist Santa Claus und ich erzähl euch jetzt eine kleine Geschichte von mir. Letztes Jahr am Heiligen Abend war ich auf dem Weg in Richtung Heimat. In meinem Auto lief eine CD mit I’m driving home for Christmas und ich näherte mich erneut einem Stau.
    Draußen war es bitter kalt, alles war weiß, die Straßen glatt und die Städte schimmerten in ihrer warmen weihnachtlichen Beleuchtung.
    In Gedanken versunken, fing ich an zu träumen. Mein Auto wurde zum Schlitten, gezogen von Rentieren und vollgepackt mit Geschenken. Nach getaner Arbeit war ich auf dem Weg zurück zum Nordpol, wo schon meine kleinen Helfer auf mich warteten. Nach mehreren peinlichen Pannen im letzten Jahr, hatte ich dieses Jahr an alles gedacht und zur Regenzeit in Afrika eine Taucherbrille und Gummistiefel dabei gehabt.
    Jetzt freue ich mich auf meine Lieblingselfe Sophie, die wie an jedem Weihnachtsfest den Weihnachtsbaum verziert und bunt erstrahlen lässt. Endlich angekommen, warteten Sie schon auf mich. Den Duft von Kakao und Plätzchen in der Nase, fehlten das Väterchen Frost, Mutter Natur, Gevatter Zeit, das Sandmännchen sowie die Zahnfee und der Osterhase nicht.
    I’m rocking around the Christmas tree, stolperte, fiel auf den Kopf und sah nur noch Sterne.
    Wieder zu mir gekommen, war ich zurück auf der Autobahn und auch bei dem Stau hatte sich noch immer nichts getan.
    Neben mir ein Plüschtiere, welches aussah wie Rudolph the Rudolph the red nosed reindeer und als Geschenk meinen kleinen Neffen sicher gut gefiel. Er erlebte Weihnachten zum ersten Mal und war so süß, das es gleich um mich geschah. Heute, ein Jahr später, kann ich zu ihm sagen, Last Christmas I give you my heart und erzähle ihm die Weihnachtsgeschicht vom Christkind und Knecht Ruprecht.

  25. Franzi

    „Stille Nacht, Heilige Nacht…“ hallte es durch die Halle. Still war es wirklich. Aber es war nicht diese unheimliche Stille, die einen in Angst und Schrecken versetzt, wenn man nachts alleine in einer dunklen Gasse unterwegs ist.

    Nein, es war vielmehr eine angenehme Stille. Stefan genoss es. Tagsüber dröhnten hier noch die Maschinen. Wie jeden Tag in diesem Jahr.
    Aber heute nicht. Heute stand die Produktion der Tauchbrillen still. Es war Weihnachten. Und wer braucht Weihnachten schon eine Taucherbrille fragte sich Stefan. Keiner – zumindest nicht hier im verschneiten und eisigen Deutschland.

    Er war alleine in der Halle. Aber noch nicht lange. Seine Kollegen waren eben erst los. Auch Lars, der nicht nur ein Kollege, sondern mittlerweile auch sein bester Freund war, war gegangen. Es war Tradition, dass am 24. Dezember alle Kollegen mit Christstollen und Kaffee beisammen saßen und sich auf die besinnlichen Stunden mit Ihren Familien einstimmten. Dafür ließ der Chef auch jedes Jahr im Dezember einen über vier Meter hohen Weihnachtsbaum in der Produktionshalle aufbauen, damit sich alle Kollegen an der Weihnachtszeit erfreuen konnten.

    Stefan schaute sich um. Er liebte seine Arbeit. Sie war sein ein und alles. Aber so langsam wurde es Zeit für ihn, zu seiner Familie zu fahren und mit Ihnen den Heiligen Abend zu verbringen.
    Er machte die Musik aus, zog den Stecker für die Weihnachtsbaum-Beleuchtung raus und ging zum Parkplatz wo sein Auto stand.

    Zuhause angekommen, schloss er die Tür auf und wurde sogleich von der wohligen Wärme des Kamins umhüllt. Aus der Küche kam der Duft des Festtagsbratens, den seine Frau gerade zubereitete und im Wohnzimmer tollten die Kinder zu den Klängen von „Oh, du fröhliche…“.

    Stefan lächelte glücklich und schloss die Tür hinter sich, um die eisige Kälte auszusperren und mit seinen Liebsten Weihnachten zu feiern.

  26. Chrischi

    Kalle lugte vorsichtig aus seinem Versteck hervor. Keine Menschenseele war weit und breit zu sehen. Er lachte zufrieden in sich hinein. Sein Plan war perfekt. Heute war seine große Stunde gekommen.
    Zusammen mit seinem besten Kumpel Siggi wird er heute das größte Ding in der Verbrechergeschichte drehen.

    Da bog Siggi auch schon mit seinem Auto um die Ecke und hielt genau gegenüber der Bank. Die Bank war ihr Ziel. „Soviel Gold und Geld würde darin lagern“ dachte sich Kalle „dass sie nie wieder im Leben arbeiten müssten. Ach was, das würde auch noch für die nächsten drei Leben reichen…“

    Heute war Heiligabend und alle Welt saß zuhause vorm Weihnachtsbaum und packte Geschenke aus. Kalle freute sich schon auf seine Geschenke, die er gleich auspacken durfte.
    Siggi kam zu ihm herüber, wobei die erste Mülltonne auf dem dunklen Weg dorthin seine war. Er stolperte und mit einem lauten Krachen fiel die Tonne um und Siggi auf seine Nase.
    „Verdammt“ dachte sich Kalle. „Warum hatte er sich nur Siggi als Helfer ausgesucht?“ Wenn man in ein Fettnäpfchen treten konnte, tat Siggi es. Und selbst wenn es eigentlich weit und breit keines gab, Siggi machte es trotzdem.

    Die durch den Lärm aufgeschreckten rumstreunenden Katzen hatten sich wieder beruhigt. Anscheinend hatten sie noch mal Glück gehabt und waren unbemerkt geblieben.
    Siggi hatte sich berappelt und außer einer blutigen Nase sah er aus wie immer.
    Kalle warf ihm einen missbilligenden Blick zu und Siggi schaute schuldbewusst zu Boden.
    Aber jetzt ging es um was anderes. Der Coup musste jetzt gedreht werden.

    Die beiden Gauner liefen zu dem Hintereingang der Bank. Kalle hatte sich schon vor Wochen einen Zweitschlüssel hierfür besorgt.
    Jetzt ging es um alles. Und schon waren sie in der Bank. Alles musste ganz schnell gehen. Die Sicherheitsbeamten würden in 20 Minuten ihre nächste Runde drehen.
    Also auf zum Tresorraum. Um die schwere Tresortür zu öffnen hatte Siggi extra einen großen Schweißbrenner mitgebracht. „Hatte er doch?“ fragte sich Kalle während er zu Siggi rüberschaute. Dieser war immer noch damit beschäftigt, sich um seine blutende Nase zu kümmern. Aber keine Spur von dem Schweißgerät. Jetzt war Kalle sauer – so richtig sauer. Er fuhr Siggi an. Dieser schreckte zusammen und rannte schnell zu der umgefallenen Mülltonne, wo er das Schweißgerät hatte liegen lassen.

    Zurück in der Bank fing er an, sich an der Tür schaffen zu machen. Kalle beobachtete derweil die Eingangshalle. Die Zeit wurde langsam knapp.
    „Taucherbrille“ schoss es Siggi auf einmal durch den Kopf. „Von meinem Anteil kaufe ich mir eine Taucherbrille.“ Schon seit er ein kleiner Junge war, wollte er immer eine Taucherbrille haben, aber sein Vater hatte ihm immer gesagt, dass für so was kein Geld da war. Aber jedes Weihnachten hatte er gehofft in einem seiner Geschenke eine Taucherbrille zu finden – und jedes Mal wurde er enttäuscht. Aber dieses Jahr nicht. Dieses Jahr gab es zu Weihnachten eine Taucherbrille. Das war sicher.
    Und da war die Tresortür auch schon auf.

    Kalle stieß einen Freudenschrei aus und lief an Siggi vorbei in den Tresorraum.
    Aber die Freude wich erst der Überraschung, dann dem Unglauben und letztendlich dem Entsetzen. Wo war das ganze Geld? Der Raum war verqualmt und direkt hinter der Tür lag nur ein großer verkohlter Haufen.
    Langsam dämmerte es Kalle. Siggi hatte das Geld mit seinem Schweißbrenner zerstört. Das ganze Geld war weg. Verbrannt. Wertlos.

    Das war zuviel für Kalle. Er stürzte auf Siggi zu, riss ihn um und so rollte ein Knäuel aus den beiden größten Gangstern, die die Welt je gesehen hatte, durch den Tresorraum.
    Und die beiden waren immer noch ein Knäuel als die Sicherheitsbeamten vor Ihnen standen.
    Dreißig Minuten, sechs Polizeibeamte und zwei Handschellen später wussten Kalle und Siggi dass sie dieses Jahr ganz besondere Weihnachten feiern würden und Siggi wurde klar, dass es auch dieses Jahr keine Taucherbrille gab…

  27. Florian

    Früh am Morgen brennt, man glaubt es kaum
    im Wohnzimmer der Weihnachtsbaum.
    Dazu noch passender Benzingeruch,
    wie bei RTL im Selbstversuch.

    Dort hatten sie es vorgemacht,
    wie ganz unverhofft zur Weihnachtsnacht,
    die Hütte schnell in Flammen steht
    und gebt fein Acht, wie leicht das geht.

    Klein Hannes war ganz fasziniert
    und hat so gleich es ausprobiert.
    Ein Zündelhölzchen reichte aus
    und sofort loderte das Elternhaus.

    Die Nachbarn kamen schnell angerannt,
    Ingo, Achim und Hildebrandt.
    Doch war nicht mehr viel zu retten,
    außer ein paar muffige Klamotten.

    Und weil das noch nicht alles war,
    brannte Papas Auto ganz und gar.
    Zudem war er nicht gut versichert,
    drum wurde ihm nur Beileid zugesichert.

    Auch die Geschenke waren ramponiert
    selbst Hannes war nicht imponiert.
    Und auch das Schwesterlein Pernille,
    bekommt nun keine neue Taucherbrille.

    Natürlich ist der Familie nichts passiert
    Und so wird Weihnachten bei McDonalds diniert.
    Und dank dem tollen Monopoly Gewinnspiel,
    gewannen sie ein Haus im neuen Domizil.

    Und die Moral von der Geschicht:
    Ne Gute Autoversicherung hat man, oder nicht :)

    Frohe Weihnachten!

  28. Oliver

    Kurz vor Weihnachten arbeitete Vater seine jährliche To-Do-Liste ab. Nachdem Vater den Versicherungsbeitrag an Direct Line überwiesen hatte, kam er zum letzten Punkt auf seiner To-Do-Liste: Den Dachboden aufräumen. Diese Tätigkeit hatte er schon das ganze Jahr vor sich hergeschoben, doch nun wollte er sich endlich aufraffen. Oben angekommen fand er einen alten Weihnachtsbaumständer. Es war ein besonderer Ständer mit einem Drehmechanismus und einer eingebauten Spielwalze. Beim vorsichtigen Drehen ließ sich das Lied „O du fröhliche“ erkennen. Das Musste der Ständer sein, von dem Großmutter immer erzählt hatte. Er sah fürchterlich aus, doch Vater wollte ihn reparieren. Wie würde sich Großmutter freuen, wenn sie Heiligabend vor dem Baum säße und dieser sich auf einmal wie in uralter Zeit zu drehen würde und auch noch „O du fröhliche“ dudelt. Alle würden staunen.
    Er verschwand ungesehen mit dem Ding im Keller und machte sich daran, ihn fit zu bekommen. Er setzte seine Taucherbrille auf, packte das Schweißgerät aus und machte sich an die Arbeit. Noch ein bisschen Öl und neue Feder, schon war er fertig und mächtig stolz auf seine Arbeit. Jetzt schlich er sich aus dem Haus, setzte sich ins Auto und fuhr los zum Weihnachtsbaumverkäufer Paul, ein prächtiges Gewächs besorgen. Er besorgte einen dichtgewachsenen zwei Meter großen Baum. Zu Hause startete er – immer noch unentdeckt – einen Probelauf. Alles funktionierte bestens. Vater freute sich riesig auf die Überraschung und die staunenden Gesichter an Heiligabend.
    Endlich war der Tag gekommen. Vater schickte die ganze Familie zu einem Spaziergang mit den Worten: „Geht nur, geht nur! Ich schmücke den Baum dieses Jahr ganz alleine!“ Er hatte sogar echte Kerzen besorgt und Omas alte Kugeln wiedergefunden. Er schmückte den Baum sehr üppig. Gerade als alle wieder kamen, hatte er die letzten Geschenke unter dem Baum platziert.
    Großmutter saß in ihrem Ohrensessel vor dem Baum und bestaunte die schönen Kerzen. „Und jetzt kommt die große Überraschung“ sagte Vater, löste die Sperre am Christbaumständer und setzte sich neben Großmutter. Alle staunten. Der Ständer drehte gemächlich den Baum und spielte „O du fröhliche“. Großmutter hatte Tränen der Rührung in den Augen. Immer wieder sagte sie: „Wenn Großvater das noch erleben könnte“.
    Eine Zeit lang schauten alle still den Baum an, als ein schnarrendes Geräusch das Schweigen unterbrach. „Was war das?“ fragte Mutter. Der Baum begann zu zittern und die Kugeln klirrten. Immer schnell drehte sich nun der Baum. Auch das Lied wurde immer schneller und die Töne immer höher, es hörte sich an, als wollte sich das Lied selber überholen. „So tut doch was“ rief Mutter, aber Vater saß wie versteinert da und schaute auf sein Werk. Die Kerzen zogen bereits erste Flammen nach sich. Großmutter sendete ein Stoßgebet und bekreuzigte sich. Dann löste sich der Weihnachtsschmuck. Der Stern von Bethlehem löste sich zuerst und flog wie ein Komet durch den Raum und traf den Dackel, der in der Ecke ein Nickerchen hielt. Lametta und Engelshaar schwebten wie ein Karussel am Baum. Die Kinder versteckten sich hinter dem Ohrensessel, Oma war mittlerweile mit Lametta bedeckt und Mutter lag flach auf dem Boden, um nichts abzubekommen. Nun flogen die Kugeln durch den Raum, gefolgt vom Schokoladenschmuck. Die Kugeln zerplatzten und Großmutter dachte an Opa, der seinerzeit in den Ardennen im feindlichen Artilleriefeuer gelegen hatte. „Wenn Großvater das noch erleben könnte“ rief sie. Mittlerweile war der Baum in Flammen und der Ständer stellte unter einem krächzenden Geräusch Drehung und Musik ein. Vater war das alles sehr peinlich. Er löschte den Baum und dachte sich: „Wie blöd, dass ich bei Direct Line nur das Auto versichert habe!“ Alle Geschenke waren ruiniert, auch das iPad für den armen Sohn. Großmutter zog einen Schleier aus Lametta hinter sich her und strich Vater über die Wange: „Welch eine schöne Überraschung, mein Junge. Großvater hätte seine Freude gehabt!“

  29. Juli

    „Birte wo ist die Myrte?“, fragte mein Freund Klaus, die Maus. Er konnte es sich einfach nicht merken: „Myrre nicht Myrte“ schnaubte Luis seinen Vater an. Wie jedes Jahr spielten die Mäuse auf dem Holzboden über der Garage der Familie Schmidtstein-Feuerzange den Besuch der Heiligen Drei Könige beim Jesuskind zu Weihnachten nach. Einen alten Ring aus einem Kaugummiautomaten hatten sie für die erste Gabe des Golds schon gefunden, auch ein alter Socken, der ihren Mäusenasen nach nach Weihrauch roch, stand schon bereit. Klaus, Vater von drei Kindern, bestand jedes Jahr erneut auf dieses Krippenspiel. Sein ältester Sohn, Luis, war zwar bereits ausgezogen und hatte eine eigene Familie gegründet, aber auch er musste weiterhin an dem Spektakel teilnehmen. Luis war entsetzlich genervt, aber half seiner Mutter Birte widerwillig bei der Suche nach weiteren Requisiten. „Die Krippe ist einfach nicht zu finden!“, riefen die beiden zwischen den Kisten. Klaus eilte herbei, „Was? Das kann doch nicht sein… sie muss irgendwo sein…“. Die ganze Mäusefamilie suchte über eine Stunde nach der Krippe, aber sie war einfach nicht aufzufinden. Lilly, die Kleinste der Mäusekinder, entdeckte eine Taucherbrille und schrie „Ah, ich weiß es, wir nehmen einfach das hier als Krippe!“. Ihr Zwillingsbruder Julius rümpfte die Nase, „Na, ich weiß ja nicht… Was ist das überhaupt?“. Klaus eilte auch zu ihr rasch herüber und stellte fest: „Super, Lilly, das ist perfekt… egal was es ist!“. Luis schüttelte den Kopf und verdrehte die Augen, dachte leise „dass darf alles nicht wahr sein, wie gern wäre ich jetzt auf Hawaii“. Die Familie Schmidtstein-Feuerzange hatte nämlich ein Ferienhaus auf Hawaii und einmal schaffte es Luis sich in ihr Gepäck zu schmuggeln. Das erste Weihnachten ohne seine nervige, buckelige Verwandtschaft. „War das schön“, stieß es plötzlich laut aus ihm heraus. Sein Vater lächelte „Ja, nicht wahr, Luis?“ und bewunderte die Taucherbrille, in die Lilly liebevoll etwas Laub gelegt hatte, damit es das Baby auch gemütlich darin hatte. Sowieso war Lilly stets mit großer Sorgfalt dabei. Gerade ging sie zum fünften Mal ihren Text durch, der angesichts dessen, dass sie als Kleinste der Familie das Neugeborene spielte doch recht rar war. Plötzlich ging das Gargentor auf, das alte rote Auto der Familie Schmidtstein-Feuerzange fuhr knatternd hinein und etwas streifte von unten an dem Holzboden entlang. Die Mäusefamilie erstarrte, Julius flüsterte „Wollten die über Weihnachten nicht wieder in ihr Ferienhaus fahren?“. Man hörte eine Kinderstimme rufen „Jaaaa, der Weihnachtsbaum ist endlich da! Aber Papa, wie willst du den denn in der Garage vom Dach bekommen?“. Das Oberhaupt der Familie Schmidtstein-Feuerzange erklärte seiner Tochter, er wolle die Koffer trockenen Fußes ins Auto befördern und „außerdem weißt du doch, dass der Weihnachtsbaum erst im Ferienhaus aufgestellt wird“. Sie holten die Koffer aus dem Haus, die Mutter kam mit einem großen braunen Sack in die Garage. Das kleine Mädchen rief überrascht „Und was ist da in dem Sack noch drin?“, ihr Vater hustete „Brennholz! Brennholz für den Kamin!“. „Und warum raschelt es dann so?“ fragte sie, doch ihr Vater wandte schnell ab „Komm, nun steig ein! Wir wollen endlich nach Hawaii!“. Luis dachte erneut bei sich „Ich auch!“, das Garagentor rumpelte und die Mäusefamilie erstarrte wieder. Der Weihnachtsbaum strich noch einmal an der Holzdecke der Garage entlang und mit einem Mal verhakte sich ein Ast an der Taucherbrille und zog diese samt Lilly mit sich. Birte schrie „Lilly, Lilly“, die in der Taucherbrille sitzend am Weihnachtsbaum auf dem Autodach der Familie Schmidtstein-Feuerzange hing und wegfuhr. Luis dachte nun laut „Und sie macht es richtig- auf nach Hawaii! Fröhliche Weihnachten!“.

  30. Vaniy

    Ich zog mit meinem Freund Paddy kurz vor Weihnachten in eine schöne, kleine Wohnung ein. Wir räumten unsere Sachen ein und machten uns einen schönen gechillten ersten Abend in unserer gemeinsamen Wohnung, als ich plötzlich bemerkte, dass wir garkeinen Weihnachtsbaum und anderen Weihnachtsschmuck hatten. Also rannten wir schnell zwei Blocks zu unserem Auto um uns noch an diesem Abend einen schönen, kleinen Weihnachtsbaum zu kaufen. Die Straßen waren sehr voll und der Verkehr stockte, sodass wir gefühlte drei Stunden unterwegs zum Laden waren. Als wir endlich ankamen, waren die meisten schönen Bäume schon weg und wir beschlossen einen kleinen Weihnachtseinkaufsbummel zu machen. Dabei fiel mir ein, dass ich noch kein Geschenk für meinen Bruder hatte und so durchsuchten wir die gesamten Läden in der Stadt um ein passendes Geschenk zu finden. Doch, wir fanden keins und fuhren deprimiert nachhause. Ich bestellte ihm ltzendlich etwas im Internet und einige Tage später kam es dann auch an.
    Dabei kam auch noch ein anderes Paket an. Nämlich eines von einem Gewinnspiel, wo ich gewann. Der Preis dieses Gewinnspieles bestand aus einer Überraschung und voller Freude packte ich das Päckchen auf um zu schauen, was darin war. Eigentlich wollte ich bis zum Weihnachtsabend warten, aber ich musste einfach unbedingt wissen, was darin war. Als ich das Päckchen aufmachte, lag darin noch etwas, eingewickelt in Geschenkpapier und eine Karte mit “Hoffentlich fährst du bald ans Meer.”. Irritiert machte ich das Geschenkpapier ab und voila, es war eine Taucherbrille in schwarz und neonpink. Ein wenig verärgert schmiss ich den Gewinn wieder in seinen Karton und machte mir eine heiße Schokolade.

  31. Lutzi1971

    Schneeflocken durch die Lüfte fliegen.
    Eis und Schnee auf Straßen liegen.
    Ein großer Schlitten saust vorbei,
    er bremst vor Haus Nummer drei.

    Es kracht und scheppert durch die Nacht.
    Das Christkind hat sich aufgemacht!
    Warum mußte da das Auto stehen?
    Freund Ruprecht hat es nicht gesehen!

    Eine Taucherbrille seine Augen schützte,
    bei diesem Schneefall wohl nichts nützte.
    Des großen Schlittens schwere Fracht,
    hat sich selbständig gemacht.

    Der schon geschmückte Weihnachtsbaum,
    weilt nun nicht mehr im Kofferraum.
    Beim Aufprall flog er weit voraus,
    Steht nun im Garten vor dem Haus.

    Die Lichterkette an dem Baume blinkt,
    glockenhell sie dabei singt.
    Ein Haufen Schrott vom Schlitten übrig ist,
    Am Auto wird der Kotflügel vermisst.

    Das Christkind und der Weihnachtsmann
    sehen sich verlegen an.
    Beide auf des Schlittens Rückbank sitzen,
    fangen sofort an zu schwitzen!

    Der Glühwein auf die Sitze kleckert,
    Knecht Ruprecht erst mal meckert.
    Das Christkind sieht´s gelassen,
    Der Weihnachtsmann kann es nicht fassen.

    Rums, da fliegt die Haustür auf.
    Ein Mann nähert sich in schnellem Lauf.
    Rot vor Wut brüllt er in die Nacht:
    „Was habt Ihr mit meinem Auto gemacht!“

    Das Christkind stellt sich tapfer vor.
    Dem Mann kommt das echt spanisch vor.
    Vom Glühwein das Christkind kichert:
    „Wir sind bei direct line versichert!“

    Die Mine des Mannes sich sofort erhellt.
    Ein Glühwein wird ihm hingestellt.
    Ruprecht telefoniert schon mal,
    mit direct line keine Qual!!!

  32. Adi1942

    Frustriert saß das Christkind mit einem knappen Liter Eiscreme und einem Glas Rotwein vor dem Fernseher und sah sich einen schmalzigen Rosamunde P. Film an. Der Mascara lief ihm bereits tränengeschwängert über die Wangen…Es war ein Freitagabend, heilig Abend, alle Pakete waren ausgeliefert. Feierabend! In der Wohnung nebenan wurde eine Weihnachts-Party gefeiert. Heftige Musik drang bis zum Ohr des Christkind herüber. – Es war nicht eingeladen, obwohl es sich mit dem äußerst attraktiven Nachbarn gut verstand. Tja, er Student und und das Christkind bereits auf der Karriereleiter ganz oben angekommen. Das paßt nicht. Nun saß das Christkind allein unter dem üppig geschmückten Weihnachtsbaum, heulte dicke Tränen und wartete auf den Weihnachtsmann. Der Weihnachtsmann war bestimmt bei seiner Auslieferungstour wieder auf einen Absacker irgendwo eingekehrt.
    Genau in dem Moment, als sich im Fernsehen ein Liebespaar wild küssend auf einer Waldlichtung wälzte… klingelte es an der güldenen Pforte des Christkinds. Schnell sprang das Christkind auf, es hoffte immer noch auf die Einladung ihres Nachbarn, -dabei riss es das Glas Rotwein um, welches sich über sein weihnachtliches Gewand ergoss. Fluchend lief es zur Tür und riss selbige mit Schwung auf. Des Christkinds linkes Auge blieb fast an einem riesigen Karton einer Familienpizza hängen, welcher ihm durch den Türrahmen entgegengestreckt wurde. „Einmal Pizza Funghi, macht € 8,90. Bitte!“ Hauchte ihm eine angenehme Stimme entgegen. Das Christkind rieb sich immer noch das Auge und konnte den vermeintlichen Pizzaboten immer noch nicht sehen. „ Bist Du das, Christkind?!“
    Verwundert blinzelte das Christkind der Stimme entgegen. Nein, das war doch nicht der moppelige, zahnspangenbehängte Brillenträger aus der Abschlußklasse, sein spezieller Freund Knecht Ruprecht …oder doch?
    Er war es, und er sah umwerfend aus. Ein absoluter Traumprinz. Schlank, sportlich, charmant, mit blendend gepflegten Zähnen… Nur auf seiner Stirn prangte eine Art Taucherbrille, auf der Stand: „Pizza – Dolce Vita“.
    Obwohl das Christkind die Pizza nicht bestellt hatte, nahm das Christkind selbige und Knecht Ruprecht kam mit herein, aß mit, trank ein Glas Rotwein und gestand dem Christkind dann, daß er mit seinem Pizza – Roller des Christkinds Auto angefahren hätte. Was aber kein Problem wäre, da er ja bei direct line versichert wäre.
    Es wurde ein himmlischer Heilig Abend… schöner als je zuvor!!!

  33. Karla

    Der Weihnachtsmann ließ sich die Südseesonne auf seinen dicken Bauch scheinen. Wohlig räkelte er sich am hellen Sandstrand…. War das ein Genuss – er hatte sich vor dem großen Fest einen kleinen Erholungsurlaub gegönnt, denn schließlich galt seine Arbeit zwar als eine der Schönsten auf der Welt aber stressig war sie dennoch, weil er sich das ganze Jahr über viele Gedanken darüber machen musste, welche Wünsche die Kinder hatten und wie weit es möglich war, diese auch zu erfüllen. Desweiteren musste er tagtäglich notieren, wann die Kleinen artig oder unartig gewesen waren.

    „Ach Du grüne Neune“ schreckte er auf „schon so spät? Das schaffe ich doch nie!“ Völlig durch den Wind war er aufgewacht, weil ihm mit Schrecken einfiel, dass er bereits in wenigen Stunden zur Bescherung bei den Kindern im Heim sein musste!

    Missmutig zum Einen aber voller Tatendrang zum Anderen schnappte er sein Badetuch und lief zurück ins Hotel, um die Geschenke zu holen und auszuchecken. Auf seine Rentiere konnte er heute leider nicht zählen, denn die hatten am letzten Abend offensichtlich zu tief ins Glas geschaut und grölten an der Bar um die Wette. Doch was tun? Blieb ja nur sein Privat-Jet, welches von seinem Kumpel Michael geflogen wurde.

    Gesagt – getan. Kurze Zeit später befand er sich hoch über den Wolken. Doch was war das? Die Beiden waren bereits ein gutes Stück geflogen, als es unter ihren Sitzen knatterte. Michael rief nur noch „Zieh die Reißleine!“ und schon schleuderte der Weihnachtsmann mit Sack und Pack in Richtung Himmel… „Aaaaaach, so fühlt es sich also an, wenn es mit mir zu Ende geht“ zitterte er. Doch er irrte sich, denn kurze Zeit später wurde er eher unsanft aus seinen „Träumen“ gerissen: Es machte „Platsch“ und mit seinem Allerwertesten zuerst landete er mit einer fetten Arschbombe im Meer! Der dicke Mann japste nach Luft und sah aus, wie ein Maikäfer, der auf dem Rücken liegt und nicht mehr zurück auf die Beine kommt. Doch Weihnachten stand vor der Tür und was wäre dies ohne einen Schutzengel in letzter Minute?

    Es dröhnte laut und eine Fähre schipperte immer näher auf ihn zu. „Zu Hilfeeeeeeeeeeeeeeee“ schrie er aus allerletzter Kraft und tatsächlich, man hatte ihn gesehen! Die Rettung nahte und im nächsten Moment zog man den Weihnachtsmann wie einen dicken fetten Wal aus dem Wasser. Er schnaufte erleichtert aber registrierte, dass er seine Geschenke verloren hatte. „Nichts leichter als das“ meinten zwei junge Männer, „wir haben unsere Taucherausrüstung nebst Taucherbrillen dabei und werden das Kind schon schaukeln!“

    „So viel Glück auf einmal – das gibt’s ja wirklich nicht“ freute sich der Bärtige und machte es sich auf dem Deck gemütlich, um ein kleines Nickerchen zu halten. Er musste sehr lange und fest geschlafen haben, denn als er erwachte, befand er sich bereits in einem Auto und vernahm die bekannte Stimme seines Freundes Michael. Dieser rüttelte und schüttelte ihn, denn sonst hätte er wohl auch den Heiligabend verpennt.

    „Gäääääähn“ – der Weihnachtsmann zückte seinen Bart und sah, dass der Sack inkl. Geschenken unversehrt geblieben war. Dankend stieg er aus dem Wagen und stapfte in die dunkle Nacht zum Heim, wo er schon sehnlichst von leuchtenden Kinderaugen erwartet wurde.

    Genau das machte seinen Beruf doch aus: Stress pur, aber glückliche Kinder, die am Weihnachtsbaum unter Spielen feierten. Für nichts in der Welt hätte er in diesem Moment mit Anderen tauschen wollen.

  34. der_Sascha

    Innerlich fluchte mein Freund Christian, als er am Steuer saß und sein Auto durch die dunkle Nacht fuhr. Er hatte es wieder getan. Schon wieder! Obwohl er sich doch noch Anfang des Monats fest vorgenommen hatte, dass in diesem Jahr alles besser werden sollte. Und nun hatte er es doch wieder so weit nach hinten geschoben, dass er unter Druck geriet. Zeitdruck. Ein furchtbares Gefühl.

    Er steckte sich eine Zigarette an. Mal wieder. Im nächsten Jahr würde er mit dem Rauchen aufhören. Ganz bestimmt! Klar, er hatte es sich auch schon für dieses Jahr und das Jahr davor vorgenommen. Doch diesmal würde alles anders werden. Den ersten Schritt hin zum zuverlässigeren Menschen würde er nun tun. Er tat ihn bereits, denn er war ja schon auf dem Weg zu seinem Vorhaben.

    Mit Grauen erinnerte er sich an das vergangene Jahr. Er hatte seiner Familie versprochen, einen wunderschönen Weihnachtsbaum zu besorgen. Und dann kamen ihm immer wieder unvorhergesehene Dinge dazwischen, so dass letztlich doch nur wieder -wie jedes Jahr- die alte Kunsttanne im Wohnzimmer stand. Mit leichter Schieflage, wie jedes Jahr, so dass man sie mit einem Stück Schnur an einem Nagel in der Wand festbinden musste… wie jedes Jahr. Es war ein trauriger Anblick. Nicht der der künstlichen Tanne, den Anblick war er bereits ausgiebig gewohnt. Aber die Blicke seiner Kinder. Still, und doch voller Vorwürfe.

    Die Blicke hatten sich damals nicht nur tief in sein Herz gebohrt, sondern -und das war in diesem Moment besonders wichtig- auch in seine Erinnerung. Er wollte von seinen Kindern auf keinen Fall noch einmal so angesehen werden.

    Christian sah auf die Uhr an seinem Handgelenk. Sie zeigte den 24.12., kurz nach 1 Uhr in der Früh. Verdammt, er war mal wieder erst auf die letzte Sekunde aktiv geworden. Aber er würde einen Baum besorgen. Den Abend und die Nacht hatte er damit verbracht, Händler abzufahren. Aber weder in seinem Wohnort, noch in den benachbarten Dörfern waren noch brauchbare Tannen aufzutreiben. Diejenigen, die noch zur Auswahl standen, hätten noch nicht einmal eine Chance bei einem Schönheitswettbewerb für Tannen gehabt, wenn sie gegen seine künstliche Wohnzimmer-Tanne angetreten wären.

    Wie konnte das denn sein? Wollte man ihm allen Ernstes erklären, dass alle anderen Menschen sich schon vorher um einen Baum gekümmert hätten? Mussten die etwa alle nie arbeiten? Oder hatten die sonst nichts zu tun? Er konnte es nicht glauben. Als er vorhin die Händler abgefahren war, hatte er sie gesehen, die anderen Männer, wie sie sich in Parfümerien auf den letzten Drücker mit Geschenken für ihre Frauen eindeckten. Und DIE sollten alle schon vorher mit einem Weihnachtsbaum vorgesorgt haben?

    Er biss sich auf die Lippen. Mist! Ein Geschenk für seine Liebste hätte er auch noch besorgen wollen. Das musste er dann noch irgendwie heute im Laufe des Tages erledigen. Nun war es erst einmal nur wichtig, an eine Tanne zu kommen, damit die Kinder sie noch pünktlich vor Heiligabend herrichten konnten. Dafür war er nun hierher gefahren, ins Niemandsland, mitten in den Wald. Ja, das wilde Abholzen von Tannen war verboten. Aber wer würde ihn hier schon dabei erwischen, mitten in der Nacht? Mal davon abgesehen, dass er ja gar nicht „wild“ Abholzen würde, sondern ganz sorgfältig und gewissenhaft zur Sache gehen würde. Denn gewissenhaft arbeiten, das konnte er. Auch wenn sein Chef immer das Gegenteil behauptete. Aber dem würde er es schon noch zeigen, er würde bald richtig Gas in seinem Beruf geben… ab nächstem Jahr! Jawohl!

    Christian hielt das Auto an. Das Licht ließ er eingeschaltet, um in seiner näheren Umgebung die ihn umgebenden Tannen besser begutachten zu können. Er hatte zwar nicht viel Ahnung davon, aber so schwer konnte es ja nicht sein, eine gut aussehende Tanne auszuwählen.

    Er sah sich um. Irgendwie sahen die Dinger im Lichte des Scheinwerfers alle gleich aus. Vor allen Dingen hatten sie eines gemeinsam: sie waren alle viel zu groß. Wie sollte man die nur jemals ins Wohnzimmer bekommen? Er würde wohl nicht umhin kommen, eine Tanne in Gänze zu fällen und sie dann an der richtigen Stelle noch einmal zu kürzen.

    Das Werkzeug hierfür hatte er sich frisch im Baumarkt gekauft. Eine wunderbare Axt, so wie er sie in alten Filmen bei Holzfällern schon gesehen hatte. Der Umgang damit konnte so schwer nicht sein, schließlich hatte er in den Filmen stets aufmerksam zugesehen. Er ging zum Kofferraum und holte die Axt. Dabei fiel ihm auf, dass einer seiner Söhne seine Schwimmsachen noch im Auto vergessen hatte. Warum konnte der Junge nicht ein wenig ordentlicher sein. So wie Christian selbst. Zugegeben, er war auch nicht wirklich ordentlich, aber -und auf diese Feststellung legte er Wert- er fand sich in seinem Chaos perfekt zurecht.

    Er warf die nasse Badehose und das Handtuch beiseite. Selbiges wollte er auch mit der Taucherbrille machen, hielt sie dann aber doch fest. Ha, er war ein wahrer Fuchs! Warum sollte er sich die Taucherbrille nicht aufsetzen? So wäre er vor Holzspänen geschützt, die beim Fällen der Tanne möglicherweise durch die Luft wirbeln konnten. Schließlich hatte er keine Lust, hier zu erblinden.

    So setzte er also die Taucherbrille seines Sohnes auf und begann im Licht der Scheinwerfer seines Autos damit, eine ausgewählte Tanne mit kräftigen Schlägen zu fällen. Er war erstaunt, denn es lief einfacher, als er sich dies jemals gedacht hätte. Schlag um Schlag fraß sich die Axt tiefer in den Stamm der Tanne hinein. Allerdings war es auch anstrengender, als er vermutet hatte. Er atmete schwer. Naja, nächstes Jahr würde er ja mit dem Rauchen aufhören, dann würde die Kondition schon wiederkehren.

    Durch die Anstrengungen beschlug sogar seine Taucherbrille. So bemerkte er erst viel zu spät, dass die Tanne ins Wanken geriet. Erst, als sie unter lautem Krachen nachgab und sich bedrohlich schnell auf ihn zubewegte, erkannte er schemenhaft das Unglück und warf sich zur Seite. Die Tanne fiel mit ohrenbetäubendem Lärm zu Boden – und er atmete tief durch. Er lachte. Sie hatte ihn nicht erwischt. Er hatte gesiegt!

    Christian stand auf und legte die Taucherbrille ab, um die Tanne zu begutachten. Dann stockte ihm der Atem! Sie war genau auf sein Auto gefallen. Sein Auto, bzw. der dampfende Rest Schrott, der davon übrig geblieben war, zischte leise vor sich hin. Die Tanne hatte sich darüber gelegt und war an einer Stelle stark geborsten.

    Er schüttelte kurz mit dem Kopf. Nein, er würde jetzt nicht aufgeben! Nicht so kurz vor dem Ziel. Er setze die Axt an der geschwächten Stelle der Tanne an und zerlegte sie mit einigen letzten, kräftigen und wütenden Hieben, bis sie endgültig in zwei Teile zerbarst. Dann ging er zu den Überresten des Handschuhfaches, welchem er seine Versicherungskarte entnahm, steckte sie ein, schnappte sich den abgetrennten oberen Bereich der Tanne und zog diesen hinter sich her, als er sich zu Fuß auf den Heimweg machte. Es war ein langer Weg, den er vor sich hatte. Aber das war auch gut so, denn so konnte er sich in Ruhe überlegen, wie er diesen Schaden seiner Direct Line Versicherung erklären sollte.

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