Versicherungsdeutsch für Anfänger
Dienstag, 26. Januar 2010
Versicherungsdeutsch ist eine Sprache für sich, die der Otto-Normal-Verbraucher oft gar nicht versteht.
Versicherungsbeitrag? Schadenfreiheitsklasse? Damit Sie im Versicherungsdschungel nicht weiter im Dunkeln stehen, wollen wir Ihnen ein paar „Vokabeln“ genauer erklären.
Fangen wir mit „Prämie“ an:
Unter Beitrag, auch Prämie, Versicherungsprämie oder Versicherungsbeitrag genannt, versteht man im Versicherungswesen den zu zahlenden (Geld-)Betrag, den ein Versicherungsnehmer als Gegenleistung für den Versicherungsschutz an den Versicherer zu zahlen hat. Die Fälligkeit, Häufigkeit und Höhe des Beitrags wird zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer im Versicherungsvertrag vereinbart.
Was ist eine „Schadenfreiheitsklasse“?
Die Schadenfreiheitsklasse, kurz SF-Klasse, kommt dem Versicherungsnehmer zu Gute. Schadenfreiheitsklasse ist kurz gesagt die schadenfrei gefahrene Zeit des Versicherungsnehmers. Der Vertrag des Versicherungsnehmers wird bei Schadenfreiheit jedes Kalenderjahr jeweils eine SF-Klasse weitergestuft, beispielsweise von der SF 1 in die SF 2, dann von SF 2 in die SF 3 usw. Der zu zahlende Versicherungsbeitrag bestimmt sich durch die der Schadenfreiheitsklasse hinterlegten Prozentsätze („Prozente“). Mit größer werdender Schadenfreiheitsklasse ist ein geringer werdender Prozentsatz verbunden.
Damit ist im Regelfall dann auch ein geringerer Versicherungsbetrag zu zahlen (z. B. SF 1 = 100 %; SF 2 = 80 %, SF 3 = 70 % Beitragssatz). Unfallfreie Jahre wirken sich also durch die wachsende Schadenfreiheitsklasse positiv auf den Versicherungsbeitrag aus. Als Faustformel lässt sich sagen: Je höher die Anzahl der schadenfrei gefahrenen Jahre, desto niedriger die Versicherungsbeiträge.
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