Dienstwagenaffäre
Donnerstag, 6. August 2009So hat sich Frau Schmidt ihren Urlaub bestimmt nicht vorgestellt: Da wollte sie doch nur ein paar entspannte Tage auf dem spanischen Festland verbringen und am Ende steht sie mit einem geklauten Dienstwagen ohne Versicherungsschutz da. Zwar ist das gute Stück mittlerweile wiederaufgetaucht, dennoch bleibt die Frage, was die ganze Aktion den Steuerzahler kostet. Spritkosten, Kosten für den Fahrer, Kosten für einen neuen Dienstwagen nach dem Diebstahl und schließlich die Ermittlungskosten – all das will bezahlt werden. Aber den größten Schaden trägt wohl die SPD kurz vor der Bundestagswahl davon…
Eine ganz andere Geschichte, die mit der Dienstwagenaffäre ans Licht kam, ist die Versicherungspolitik in Berlin. Da heißt es, dass es für die Bundesregierung günstiger wäre keine Teil- oder Vollkaskoversicherungen abzuschließen. Doch ist das wirklich so? JA! Denn zum einen handelt es sich um eine Sonderkonfiguration eines Marken-Fahrzeuges, die gesondert in der Versicherung berechnet werden muss, zum anderen handelt es sich bei dem Dienstwagen von Frau Schmidt um ein Flotten- oder Fuhrpark-Fahrzeug. Bei einer solch großen Anzahl von Fahrzeugen, die versichert werden müssen, kann es sich schon lohnen, auf eine Kaskoversicherung zu verzichten.
Nun das große AAAABER: Diese Rechnung geht eben nur bei hochwertigen Dienstfahrzeugen oder bei Fuhrparks auf, bei Privatfahrzeugen gilt: Eine Kasko-Versicherung lohnt sich je nach Alter des Fahrzeuges in den allermeisten Fällen!
Da stellt sich abschließend die Frage, ob Frau Schmidt auch bei ihrem Privatfahrzeug aus Kostengründen auf eine Kaskoversicherung verzichten würde? Aber darüber muss sie sich ja keine Gedanken machen. Sie hat ja ihren Dienstwagen…


