Monatsarchiv für Juli 2008

Falsch verbunden?!

Dienstag, 29. Juli 2008

Der Autoversicherer Direct Line ist bekannt durch das rote Telefon. Wenn ich erzähle wo ich arbeite und die Leute Direct Line nicht kennen, dann sage ich immer „die mit dem roten Telefon” und schon weiß jeder, was gemeint ist.

Doch das Telefon führt manchmal auch zu Missverständnissen. Neulich rief hier eine ältere Dame an, die Probleme mit ihrem Telefonanschluss hatte. Unser Mitarbeiter klärte auf:

Sie sind hier bei der Direct Line Versicherung, ich kann Ihnen gern ein Angebot für einen PKW oder ein Motorrad machen, wenn Sie eins haben, aber bei Ihrem Problem mit dem Telefonanschluss müssen Sie bitte Ihren Telefonanbieter anrufen…

Die Frau empört:

Ihnen fallen auch immer wieder neue Ausreden ein. Ich warte jetzt schon so lange, dass sich das hier mal einer anschauen kommt!

Irgendwann konnte unser Mitarbeiter die Frau besänftigen, aber dann hatte sie immer noch den Anruf bei Ihrem Telefonanbieter vor sich…

Mit Flip Flops Autofahren

Donnerstag, 24. Juli 2008

Der Sommer ist da und leichte Flip Flops zieren wieder die Damenfüße. Doch jedes Jahr flammt die Diskussion wieder auf, ob man mit Flip Flops auch Autofahren darf – oder ob die Versicherung dann im Falle eines Unfalls eventuell nicht zahlt.

Nun ja, es ist so. Es ist nicht empfehlenswert mit Flip Flops Auto zu fahren, da man sehr leicht aus den Flip Flops bzw. vom Pedal rutschen kann. Aber es gibt keine Vorschrift für festes Schuhwerk. Das heißt, im Falle eines Unfalls erfolgt die Leistung der Versicherung grundsätzlich unabhängig vom Schuhwerk.

Bei Berufskraftfahrern gilt übrigens etwas anderes. LKW-Fahrer, Auslieferer, Taxifahrer etc. sind verpflichtet, beim Fahren festes und somit sicheres Schuhwerk zu tragen. Das schreiben die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften vor.

Fazit: Für private Fahrer ist es nicht verboten, mit Flip Flops Auto zu fahren, aber man sollte sich gut überlegen, ob man dieses Risiko eingehen möchte. Ich mach es so, dass ich ein zweites Paar Sandalen im Auto bunker und beim Fahren die Schuhe wechsle.

Übrigens sind auch zu hohe Stöckelschuhe gefährlich. So meldete die Kölner Rundschau am 21.05.08:

Eine 35-jährige Autofahrerin konnte am Dienstagabend auf der A 59 nicht mehr bremsen, weil sich ihre hochhackigen Sandaletten hinter dem Bremspedal ihres Wagens verkeilten.

(Quelle: Kölnische Rundschau)

Schönwetterklausel

Montag, 21. Juli 2008

Sonderwünsche? Kein Problem… doch bei diesem Anliegen, kann auch Direct Line nur mit gedrückten Daumen helfen:

Herzlichen Dank für Ihre Nachricht, mir einen Nachtrag bezüglich der Schadensfreiheitsklasseneinstufung zugehen lassen zu wollen.
Wenn es nun noch etwas weniger oder gar nicht mehr regnen würde, wären wir alle sehr zufrieden.

Und ob wir dann zufrieden wären! Sonnenschein verbreitet auch bei uns gute Laune. Dabei wissen die Säuger in unseren Reihen nicht mal, wie es sich anfühlt, von morgens bis abends triefnass zu sein.

Ich jedenfalls habe vorhin brav mein Futter aufgegessen, mein Soll ist erfüllt.

Bla und Blubb
Eure Amalia

Fünf Sorten von Menschen

Mittwoch, 16. Juli 2008

Als Empfangshündchen begegne ich tagtäglich den verschiedensten Menschen. Dennoch muss ich sagen, haben viele etwas gemeinsam und eigentlich gibt es nur fünf Sorten von Menschen. Ja wirklich! Wenn man lange genug am Empfang arbeitet, bekommt man ein Gefühl dafür.

  1. Die Gestressten: meist Arbeitnehmer oder Selbstständige, die absolut keine Zeit haben und für die wirklich gilt: Zeit ist Geld. Wie kann man diesen Menschen eine Freude machen? Mit einem extra-schnellen Vertragsabschluss!
  2. Die Vorsichtigen: haben viele Fragen zum Vertrag und lassen sich alles ganz genau erklären. Für die Mitarbeiter von Direct Line natürlich auch kein Problem.
  3. Die Gesprächigen: meist Hausfrauen oder -männer, die auch viele Fragen stellen, aber aus einem anderen Grund – sie reden einfach gern und freuen sich über eine nette Unterhaltung.
  4. Die Witzigen: auch sehr gesprächig, aber in jedem zweiten Satz steckt Ironie bzw. in jedem dritten Satz kommt ein Kalauer. Auf die Dauer etwas anstrengend, v.a. wenn sie sich über meine Rasse Cavalier King Charles Spaniel lustig machen.
  5. Und dann gibt es natürlich noch die Schüchternen, aber die bekomme ich nicht zu Gesicht, die schreiben uns lieber an.

Ok, bevor ich hier wegen banalen Klischees was auf die Mütze bekomme, verabschiede ich mich lieber mit einem freundlichen

Wuff, Wuff

Fragen über Fragen

Freitag, 11. Juli 2008

Wenn Kunden bei uns anrufen, um eine neue Versicherung abzuschließen, dann sind in der Regel einige Angaben nötig. Es werden nicht nur die üblichen persönlichen Daten wie z. B. Name, Adresse und Geburtsdatum abgefragt, sondern noch einiges mehr. Das rührt natürlich daher, dass diese Daten für die Beitragsberechnung wichtig sind.

Manchmal – wenn die Fragen kein Ende zu nehmen scheinen – kommen sich die Kunden am anderen Ende des Telefons jedoch vor wie in einer Quizsendung. Einer unserer männlichen Kollegen hatte letztens eine Kundin am Telefon, die nach einigen Minuten plötzlich meinte: „Was Sie alles wissen wollen. Brauchen Sie vielleicht noch meine BH-Größe?“ Unser Mitarbeiter war zunächst verwirrt und stammelte eine entschuldigende Erklärung: „Es tut mir leid, aber um den genauen Preis der Versicherung berechnen zu können, muss ich viele Dinge abfragen.“

Ihm trieb es die Schamesröte ins Gesicht. Schnell versuchte er, mit der nächsten Frage fortzufahren: „Wo parken Sie nackt? …. Äh, ich meine natürlich nachts…“
Hihi, so etwas nennt man wohl einen Freudschen Versprecher.


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